Worte gegen den Wind ... Die Seite mit kritischer Lyrik und Satire

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Auf dieser Website stellt der Autor Siegfried Schüller politische und gesellschaftskritische Gedichte und Satire (oder was er dafür hält) vor.

Was Sie anderswo nicht lesen, hier steht's. Außerdem finden Sie hier: Kommentare zu aktuellen Ereignissen, Informationen über den Autor, interessante Links, Termine, Lesungen, Veröffentlichungen, Buchtipps u. a.

Hinweis in eigener Sache: 
In sozialen Netzwerken bin ich nicht unterwegs. Weder fische ich dort nach Freunden, noch zapple ich als Beute von Datensammlern darin herum.
Mein Profil ist nicht im Gesichtsbuch verzeichnet und ich zwitschere auch nirgendwo herum. Dort nach mir zu suchen ist also vertane Zeit und Liebesmüh.
Sollte mein Name trotzdem irgendwo dort auftauchen, dann ist das entweder Zufall, eine Fälschung oder er gehört jemand anders. – Wer also etwas von mir oder über mich erfahren will, der sollte woanders suchen. Oder hier. Oder mich selbst fragen.

Meinem Baustellenschild kommt in Zeiten von Stuttgart 21 und anderen umstrittenen Großbaustellen neue Bedeutung zu. Weiterhin gilt also:

gelbes Baustellenschild: Betreten der Baustelle erlaubt! - Wähler haften für ihre Stimme!

Den Menschen, die in Stuttgart noch immer gegen den Bahnwitz auf die Straße gehen, wünsche ich Mut, Beharrlichkeit und Phantasie. Jeder einzelne Baum, der dort gefällt wurde oder gefällt werden soll, ist mehr wert als die ganzen unterirdischen Pläne.
Mit dem Bäumefällen wurde in einer Nacht- und Nebelaktion begonnen. Der Abriss des Südflügels begann am 30.01.2012. Literarisches zum Thema Naturzerstörung durch Bauprojekte gibt es hier: Mecklenburger Alleegie  und Landschaft mit Herzstörungen.

Und denkt daran: Ihr seid das Volk! (Ach was, das vergessen wir am besten.)
Nachtrag:
Wer sich auf einen Geißler einlässt, muss sich nicht wundern, wenn er die Geißel bekommt.
Geißler:
„Der Bahnhof wird sowieso gebaut“ (5.7.11).
Nach der Volksabstimmung in Baden-Württemberg im November 2011 sieht es ja tatsächlich ganz danach aus. Aber lasst jetzt nicht den Kopf hängen oder steckt ihn in den Sand (Vielleicht kommt da ja bald ein Zug!):
In Wackersdorf hatten sie mit dem Bau der WAA auch
schon begonnen und dann ... Hier zum Trost mein Gedicht: Wackersdorf, Pfingsten '88.

Alternativvorschlag: dem neusten Trend aus den USA folgen, oben bleiben und an die Börse gehen oder Banken und Regierungsviertel umzingeln wie z. B. am 21. November 2011 in Frankfurt und Berlin.
Da würde sogar Geißler mitmachen und die Leute auf der Straße sowieso.
Mir fällt da Bob Marley's Song Get Up Stand Up ein:
You can fool some people sometimes, but you can't fool all the people all the time.

Und hier sehen Sie, warum die Menschen in den USA auf die Straße gehen. Und viele von ihnen haben es gar nicht weit – sie leben bereits dort.

Hier geht's zu den Beiträgen, die gerade aktuell sind oder in letzter Zeit neu hinzugekommen:

Stell dir vor

Schengen? - Geschenkt!

Das Wunder von Ampfling

Da werd ich zum Charlie

Wenn der Briefträger dreimal klingelt

Auf einmal sind wir Fremde

Wahltag

Die große Wahl

Wahlversprechen kosten nichts

Bayern-Ballade

Regierende habens nicht leicht

Wie Drögelmanns den Weltuntergang überlebten (Teil 1)

Juristen

Das Ende

Viele weitere Texte sind hier zu finden: Von A bis Z

Und warum "Worte gegen den Wind" gerade so heißt und nicht etwa "Wasser auf die Mühlen" oder "Sand ins Getriebe" erfahren Sie hier:
Warum "Worte gegen den Wind"?

 

Exclusiv bei Worte gegen den Wind:
die Rede des slowenischen Philosophen und Gesellschaftsanalytikers Slavoj Žižek, die er am 9. Oktober 2011 vor den Demonstranten auf der New Yorker Liberty Plaza hielt (exklusiv hier in der deutschen Übersetzung).

Besucherzähler
Zu diesem Besucherzähler gibt es hier eine kleine Geschichte.

 

Tipp:

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Weitere Tipps folgen bei Gelegenheit.

Aktuelle Worte gegen den Wind:

(03.06.16) Die VG Wort hat seit Jahren ihre Erlöse umverteilt – zu Lasten der Autoren

Die Verwertungsgesellschaft der Autoren (sozusagen die GEMA der Wortkünstler) hat seit mindestens Ende 2002 jedes Jahr zu Unrecht Millionensummen an die Verlage ausgeschüttet statt an die bei ihr gemeldeten Autoren. Dies hat der Bundesgerichtshof (BGH) in seinem Urteil (Aktenzeichen: I ZR 198/13) vom 21. April festgestellt.

Die großen Berufsverbände der Autoren, Übersetzer und Journalisten haben diesem Treiben zum Nachteil ihrer Mitglieder leider die ganze Zeit tatenlos zugeschaut.

Ein großes Gejammer setzt jetzt ein: Viele, vor allem kleinere Verlage stünden vor dem Ruin, weil sie jetzt rückwirkend für drei Jahre die zu Unrecht erhaltenen Einnahmen zurückzahlen müssen. – Tröstet euch mit den Autoren! Die allermeisten von denen können nicht einmal annähernd von ihrer Arbeit leben, die allen anderen Berufen der Branche meist zu einem sehr erträglichen Auskommen verhilft.

Alles Wissenswerte und viele Links zum Thema finden Sie in der Autorenwelt von Sandra Uschtrin (die übrigens als Verlegerin und Autorin auf beiden Seiten von dem Urteil betroffen ist).


(11.04.16)

Verzichtserklärung

Hier steht extra nichts,

 

und ich verzichte vorsichtshalber auf alles,

 

was den türkischen Fernsehzuschauer beleidigt, und womit ich Mutti eventuell verärgern und diplomatisch verwickeln könnte.


PS: Dass es im deutschen Strafgesetzbuch einen Paragrafen 103 gibt, der die "Beleidigung von Organen und Vertretern ausländischer Staaten" unter Strafe stellt, war mir gar nicht bewusst. Ist die Beleidigung von ausländischen Nieren oder Lebern dann auch strafbar? – Aber keine Angst: Erdogans beleidigte Leber ist mir wurst.

Vielleicht sollte man Gotteslästerung und Majestätsbeleidigung auch wieder unter Strafe stellen? – Nein, nicht nötig: Dafür gibt es im Strafgesetzbuch bereits den Blasphemie-Paragrafen (§ 166) und außer dem oben genannten Paragrafen 103 auch noch § 90, der die Verunglimpfung des Bundespräsidenten unter Strafe stellt.

Vorsicht also bei irgendwelchen Gauckeleien und bei der Beleidigung eigener oder fremder Götter sowie ausländischer Staatsoberhäupter und ihrer Organe. Lieber mal auf die eigene Pfunge beiffen!


(07.04.16)  Chips statt Grips! Brauchen wir eine intelligentere Verpackung?

Bundesernährungsminister Christian Schmidt aus Bayern möchte das Mindesthaltbarkeitsdatum auf Lebensmittelverpackungen abschaffen. Stattdessen könnten künftig elektronische Chips in manche Verpackungen eingebaut werden, die dann auf einer Farbskala anzeigen, ob zum Beispiel der im Kühlschrank vergessene Joghurt noch verzehrbar ist. – Die gute Absicht: Diese intelligenten Verpackungen sollen verhindern, dass weiterhin riesige Mengen Nahrungsmittel weggeworfen werden, obwohl sie durchaus noch noch genießbar sind.

Wozu aber hat uns die Natur Sinnesorgane gegeben, mit denen wir unter anderem schauen, riechen und schmecken können? Vielleicht werden irgendwann auch Nase, Mund und Augen durch Sensoren und Chips ersetzt? Dann hätte der degenerierte Mensch wenigstens eine intelligente Verpackung.
O Herr, wirf (frisches) Hirn vom Himmel!


Während Minister Schmidt einerseits einer mangelhaften menschlichen Intelligenz durch künstliche auf die Sprünge helfen will, unterstützt er andererseits die Vernichtung von intelligentem Leben im Tierreich und betätigt sich als Schreibtisch-Bienenkiller im Interesse der Chemieindustrie.
Hier gibt es mehr Infos dazu: Regierung plant Lizenz zum Bienentöten. Und hier kann man online dagegen protestieren.


(19.03.16)  Wenn wir nichts tun, sind wir wirklich verloren

Warum kam es zu den Übergriffen der Kölner Silvesternacht? Was sind die Ursachen der Flüchtlingskrise? Wie kann sie gelöst werden?
In einem Interview mit der Zeitung "Die Welt" hat Slavoj Žižek
, einer der bekanntesten Gesellschaftsanalytiker,  Auskunft zu diesen Fragen gegeben verständlich, wie es sich für einen guten Philosophen gehört.
(Mehr zu Žižek (sprich: Schischeck) finden Sie im Kasten links, über dem Besucherzähler auf dieser Seite).


(04.02.16)

Ein Besucher zum Beamten in der Zuzitzerei: "Na, zuzerzitzerst du?" Beamter: "Nein, ich zitze nur."


(19.01.16)  Die Kacke ist weiter am Dampfen ...

... und während die Welt unaufhörlich ihrem Untergang entgegentrudelt, leg ich mal eine Pause ein.


(11.12.15)  Eine Woche der weichen Stellungen geht zu Ende

Wenn die Teilnehmer der Pariser UN-Klimakonferenz in ihre Heimatländer zurückfliegen, dann können sie sicher sein, dass sie ihren persönlichen Beitrag zur Erderwärmung bereits geleistet haben. Wichtige Weichen wurden gestellt: Ab 2020 sollen zwecks Senkung der erhöhten Welttemperatur CO2-freie Zäpfchen verteilt werden.

Aber auch die, die bis dahin vor Überschwemmungen, Dürrekatastrophen oder anderen Naturereignissen aus ihren Heimatländern fliehen müssen, werden ihren Beitrag zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes leisten: Die meisten von ihnen werden zu Fuß kommen.

Mit dem Ausruf "Ich bin ein Pariser!" hat Barack H2 Obama vor der Kulisse des Eiffelturms nicht nur seine Solidarität im Kampf gegen den Terror bekundet, sondern als Präserdent der USA auch die Rolle seines Landes bei der Verhütung des Klimawandels treffend in Worte gefasst.

Auch Mangela Erkel ergriff beim Pariser Klimagipfel die Gelegenheit und versicherte den Verbündeten beim Kampf gegen den IS ihre rückgratlose Unterstützung. Von deutschem Boden solle kein Terror mehr ausgehen. Man stehe deshalb weiterhin in engstem Kontakt mit dem türkischen Präsidenten Rezept Ärgowahn und werde sich aus dessen Hinternland heraus am Kampf gegen den IS beteiligen. Ein Einsatz von deutschen Hodenpuppen sei nicht geplant, versicherte die deutsche Kandisbunzlerin. "Wir werden stattdessen aus der Luft in den Kampf gegen die Truppen des IS eingreifen, indem wir Fotos schießen, und sie anschließend vernichten", sagte Erkel. Die Flüchtlinge, die aufgrund der Kampfhandlungen eventuell vermehrt in unser Land kommen, könnten unserer Wirtschaft als willfährige Arbeitskräfte dienen, man solle sie freundlich ausnehmen.

Für eine Kontinentierung der Flüchtlingsströme hat sich dagegen am Donnerstag der Bundesparteitag der SPD ausgesprochen. Auf welche Weise ganze Kontinente gegen das Durchsickern von Flüchtlingen geschützt werden sollen, blieb allerdings offen. Man müsse weiterhin mit kontinentaler Inkontinenz rechnen, warnte der wiedergewählte Parteivorsitzende Signal Garniel.


(18.11.15)  Spiel abgesagt, weil Ersatzbank nicht komplett war?

Aus Sicherheitsgründen ist gestern das Fußball-Länderspiel zwischen Deutschland und den Niederlanden kurzfristig abgesagt worden. Als Grund für die Absage der Partie, an der auch das gesamte Bundeskabinett (als Zuschauer) teilnehmen wollte, wird der Fund einer Bombenattrappe sowie Hinweise auf einen von Terroristen gekaperten Polizei-Wasserwerfer oder ein mit Massenmordinstrumenten ausgerüstetes Rettungsfahrzeug der Einsatzkräfte vermutet.

Inzwischen haben sich jedoch Hinweise verdichtet, dass der eigentliche Grund für die Absage des Spiels ein anderer war. Wie aus der Berliner Agentur "SaferGovernment" durchsickerte, sei es nicht möglich gewesen, für alle Kabinettsmitglieder auf die Schnelle passende Doubles aufzutreiben. Ein Vertreter des Konkurrenzunternehmens "Ersatzmen" sagte dagegen hinter vorgehaltener Hand, mehrere Klienten der Agentur hätten sich – trotz vertraglicher Verpflichtungc geweigert einzuspringen. Ob die Minister-Doubles bereits während des Länderspiels eingesetzt werden sollten oder ihr Einsatz erst für die Zeit danach geplant war, ist nicht bekannt.


(31.10.15)  Vorschlag zur raschen Lösung des Syrien-Konflikts

Ohne greifbare Ergebnisse ist gestern die Syrien-Konferenz in Wien zuende gegangen. Vertreter von 17 Staaten sowie der EU und der Vereinten Nationen hatten daran teilgenommen. Die syrischen Kriegsparteien waren nicht vertreten. An den Verhandlungen waren u. a. die USA, Russland, China, Frankreich, Großbritannien sowie Saudi-Arabien, die Türkei und Deutschland beteiligt.

Würden allein diese acht Staaten alle Waffen einsammeln, die sie bisher an Kriegsparteien in der Region geliefert oder weitergegeben haben, es würde vermutlich augenblicklich Ruhe herrschen. Die Fanatiker vor Ort könnten sich anschließend ja mit Messern und Steinschleudern weiter bekämpfen.


(31.10.15)  Es ist unklug, so viele Flüchtlinge aufzunehmen ...

... meint die libanesische (!) Journalistin Patricia Khoder in einem Gastkommentar für die Berliner Zeitung "Der Tagesspiegel". Sie steht wohl – ebenso wie der Tagesspiegel oder ich selbst kaum im Verdacht rechtsgerichtete oder rassistische Ansichten zu vertreten und hält dennoch Merkels Asylpolitik für falsch und gefährlich.


(28.10.15)  Lobbyisten im Bundestag müssen enttarnt werden

Lobbyisten gehen ständig im Bundestag ein und aus. Hinter verschlossenen Türen rühren sie die Werbetrommel auch für TTIP & Co und nehmen Einfluss auf die Politik. Eine Gefahr für unsere Demokratie, denn es ist nicht bekannt, wer ihre Auftraggeber sind und bei welchen Prozessen sie mitsprechen. Nur eine Offenlegung der Lobbykontakte kann Licht ins Dunkel bringen. Als einzige Fraktion im Bundestag weigern sich CDU und CSU bisher, ihre Kontakte bekannt zu geben. Was haben sie zu verbergen?

Damit muss Schluss sein! Hier gibt es nähere Informationen und können Sie einen Appell für mehr Transparenz unterzeichnen.


(11.10.15)  Hausaufgaben nicht gut gemacht: Leistung gekürzt

Wenn Sie einmal erfahren wollen, welch unglaublichen Schikanen Hartz-IV-Bezieher seitens der Jobcenter manchmal ausgesetzt sind: Lesen Sie das hier!

Den Gerichtsbeschluss zu diesem Fall können sie hier nachlesen.


(18.09.15)  Deckel auf, Deckel zu. Schengen Geschenkt!

Europa und die Flüchtlingskrise. Das ist nicht Ihr Land, Frau Merkel! Und das Schengener Abkommen kann man in der Pfeife rauchen, aber das Recht auf Asyl kennt keinen Numerus clausus.

Ein Essay. Hier weiterlesen!


(16.09.15)  Wir liefern Waffen und bekommen Flüchtlinge zurück

Es ist eine wahre Völkerwanderung mit Menschen aus allen möglichen Ländern, die sich auf unser Land zubewegt – ein Land, das u. a. durch Waffenlieferungen in alle Welt dazu beiträgt, dass diese Menschen flüchten müssen. Die vor Krieg oder Verfolgung in ihren Heimatländern fliehen, sollten wir freundlich aufnehmen und ihnen helfen. Denen, die aus anderen Gründen kommen, sollten wir in erster Linie dort helfen, wo sie herkommen.
Den "echten" Flüchtlingen, z. B. aus den Kriegsgebieten in Syrien, haben sich andere angeschlossen, Mitläufer – auch im übertragenen Sinn –, junge Männer meist, die nicht vor Krieg, Verfolgung oder Hunger fliehen, die "nur" ein besseres Leben haben und – wie auch immer – Geld verdienen wollen, um ihre daheimgebliebenen Familien zu unterstützen.
Das ist verständlich, aber kein Grund für Asyl. Ein geduldeter, massenhafter Missbrauch des Asylrechts wird sich bald rächen. Merkel hat das herbeigeredet, jetzt wächst es allen über den Kopf. Was da noch alles auf uns zukommt, im wahrsten Sinne des Wortes, weiß kein Mensch. Die Welt gerät immer mehr aus den Fugen, und die europäische Gemeinschaft bekommt Risse. Stacheldraht an den Grenzen wird auf Dauer nicht das richtige Mittel sein, sie zu reparieren.

(Hintergründe zu Deutschlands Waffenexporten können Sie u. a. hier nachlesen.)


(27.07.15)  AUS für Literatur im Bayerischen Fernsehen?

Die Intendanz des BR beabsichtigt (wie ihr Name schon sagt), die einzigen Literatursendungen im Bayerischen Fernsehen, "Lesezeichen" und "Lido", zum Ende des Jahres einzustellen – als Sparmaßnahme. Am Donnerstag, 30. Juli, soll im Rundfunkrat darüber entschieden werden.
Gegen dieses Vorhaben läuft eine Petition. Da sollten alle (auch Außerbayrische), denen an Literatur etwas liegt, möglichst schnell unterschreiben. 

Die Petition hatte in kürzester Zeit Erfolg.


(22.03.15)  Ein kleiner Beitrag zur Integrations- und Flüchtlingsdebatte, hier – viel Vergnügen! – können Sie ihn lesen:
Das Wunder von Ampfling.


(14.01.15)  Da werd ich zum Charlieaber so was von ...

Die Opfer der Terroranschläge in Frankreich sind noch nicht alle beigesetzt, schon blasen hierzulande die Hüter der öffentlichen Moral zum Angriff. Sie reagieren wie die pawlowschen Hunde bei der Konditionierung: Kaum wittern sie einen nicht allzu weit entfernten Terroranschlag, da läutet bei ihnen das Glöckchen, läuft ihnen das Wasser im Mund zusammen, und  ...
hier weiterlesen!


(10.11.14)  Flughafen BER als Unterkunft für Asylbewerber?

Landauf, landab wird zurzeit dringend nach Unterkünften für Asylbewerber gesucht. Mein Vorschlag: Bei Berlin gibt es doch einen großen Flughafen, der anscheinend weder unbedingt gebraucht noch jemals fertig wird. In den nicht genutzten Gebäuden könnte man, mit allem Pipapo, Tausende Flüchtlinge unterbringen. Und die baulichen Anforderungen für Unterkünfte von Asylsuchenden sind ja nicht so streng wie für Flughäfen. Sicherheitsschleusen zum Aussortieren möglicher getarnter Terroristen sind ebenso vorhanden wie geschultes, freundliches Security-Personal.

Auf den fertigen Landebahnen könnte man vielleicht sogar mal Flieger landen lassen. Man hätte die volle Kontrolle, und die Menschen könnten dann direkt und ohne Umweg übers Mittelmeer hierherkommen. Ingenieure und andere qualifizierte Leute unter den Asylsuchenden könnten helfen, den Flughafen fertig zu bauen. (Qualifiziert sind eigentlich alle, denn mit chaotischen Zuständen haben sie Erfahrung.) Und wenn es soweit ist – und es die Lage in ihren Herkunftsländern zulässt – könnten die, die wieder zurückwollen, gleich von dort aus heimfliegen. So hätte man eine ganze Reihe Fliegen mit einer Klappe geschlagen: genügend Unterkünfte für Asylbewerber, leeren Flughafen sinnvoll genutzt usw.


(16.10.14)  Warum ist der Bundeswehrsoldat desertiert?

Wie die "Süddeutsche Zeitung" heute berichtet, soll ein Soldat der Bundeswehr desertiert sein und jetzt aufseiten der prorussischen Separatisten in der Ukraine kämpfen. Seine Schusswaffen der Bundeswehr habe der Fallschirmjäger jedoch nicht mitgenommen.

Was den gut ausgebildeten Kämpfer bewogen hat zum Feind überzulaufen, kann nur vermutet werden. Die Probleme mit den Waffen bei der Bundeswehr scheinen aber doch größer zu sein als bislang bekannt.


(15.10.14)  Deutsche Fußballer verpassen EM-Qualifikation

Die deutsche (Männer-) Fußball-Nationalmannschaft hat bei den Qualifikationsspielen zur Fußball-EM 2016 gepatzt. Woran liegt es? Haben die etwa die Schnauze voll von Titeln und Turnieren? – Vielleicht. Vor allem aber haben sie die Spiele privatisiert, zumindest ihre Übertragung im Fernsehen. Das macht jetzt RTL. Die bekomme ich nicht rein, und viele andere auch nicht. Ich lege auch gar keinen Wert drauf. Aber wie wollen unsere Fußballer gewinnen ohne Unterstützung durch die breite Öffentlichkeit, ohne Ihre und meine Unterstützung? – Da wird die EM wohl ohne sie (und Sie und mich) stattfinden.


(16.09.14)  Außerirdische gewinnen Landtagswahl in Thüringen

In einem Interview, das Tagesthemen-Moderatorin Caren Miosga am Wahlabend mit der amtierenden CDU-Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht führte, wurde deutlich: Außerirdische haben bei der Thüringer Landtagswahl die meisten Wählerstimmen geholt. Im Video ist zu sehen, wie als junge CDU-Anhänger getarnte Humorrhoiden streng darauf achten, dass kein falsches Wort über die Lippen ihrer ferngesteuerten Wahlsiegerin kommt.


(16.08.14)  Passagierflugzeuge können gehackt werden

Ein US-amerikanischer Sicherheitsexperte hat auf der Hacker-Konferenz Black Hat, die Anfang August in Las Vegas stattfand, gezeigt, wie man über das Bord-WLAN eines Passagierflugzeugs auf Geräte im Cockpit  zugreifen kann.

Wer hätte das gedacht? – Und: Was macht eigentlich Flug MH370? (siehe Einträge vom 22. und 24.04.14!)


(10.08.14)  Wenn der Briefträger dreimal klingelt ...

Unter der Bezeichnung "Postpersönlich" bietet die Deutsche Post seit Kurzem einen Betreuungsservice für alte Leute an. Der Postbote als Sozialarbeiter. Was dabei herauskommen kann, lesen Sie hier.


(01.07.14)  Der Mindestlohn wird kommen – als Decke mit vielen Löchern

Früher oder (eher) später wird es ihn geben: den flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn von sagenhaften 8,50 Euro – mit zahlreichen Ausnahmen allerdings, wenn es nach dem Willen der Bundesregierung geht.

Wer meint, dass 8,50 Euro in der Stunde für Erntehelfer und Zeitungszusteller zuviel sind, der sollte mal eine Woche lang Spargel stechen, Erdbeeren pflücken oder bei jedem Wetter Zeitungen austragen, während anderswo noch lange nicht der Wecker klingelt. – Und Praktikanten, Jugendliche und Hartz-IV-Empfänger? Sollen doch froh sein, wenn sie überhaupt Arbeit haben. Brauchen die da auch noch einen Lohn? – Zur Menschenwürde gehört auch ein Lohn, mit dem man in Würde leben kann.

Wer behauptet, ein Stundenlohn von 8,50 Euro sei zuviel, der verdient selbst in der Regel wesentlich mehr – wahrscheinlich sogar mehr, als er verdient. – Und die Sozialdemokraten? In ihrer Macht erhaltenden Kompromissbereitschaft begehen sie einmal mehr Verrat an ihren Wählern und ihren eigenen Ideen (die allerdings andere vor ihnen hatten). Der Mindestlohn, wie ihn sich die Regierungskoalition vorstellt, wird zwar die Fläche decken, aber die Decke wird flächendeckend Löcher haben – und darunter wird es kalt bleiben.


(11.05.14)  Zum Muttertag: Energieriesen wollen Atomkraftwerke verschenken

Wie der SPIEGEL passend zum Muttertag berichtet, haben die drei großen deutschen Energiekonzerne Eon, RWE und EnBW ihrem Staat ein großzügiges Angebot gemacht: Vorausgesetzt er betreibt alle Atomkraftwerke in eigener Regie bis zum Ende weiter, dann bekommt er sie nicht nur fast geschenkt, sondern sogar noch einen Batzen Geld obendrauf. 30 Milliarden haben die Energieriesen angeboten. Dafür darf der Staat die Atommeiler dann nicht nur selbst weiterbetreiben, sondern sie danach auch abbauen und ihre strahlende Hinterlassenschaft entsorgen. Für den angeblich billigen Atomstrom wird dann die teure Quittung präsentiert. Abgesehen von möglichen Störfällen werden Abbau und Entsorgung nicht nur Jahrzehnte dauern, sondern auch ein Vielfaches der 30 Milliarden kosten.

Nach dem bisher schwersten Atomunfall in Deutschland im Januar 1977 im bayerischen Kernkraftwerk Gundremmingen wird der betroffene Block A seit 1983 – seit mehr als 30 Jahren also – zurückgebaut. Bis 2022 sollen alle AKWs vom Netz.

Wenn sich die Politik auf das Angebot der Atomkonzerne einlässt, dann sollte ihr klar sein, dass sie dann nicht nur Kernspaltung betreibt, sondern auch die endgültige Spaltung unserer Gesellschaft: in die wenigen, die sich dumm und dämlich verdienen und die vielen Dummen und Dämlichen, die dafür bezahlen müssen.


(02.05.14)  Wenn der Staat zum Mörder wird

Wieder einmal ist in den USA ein Mensch auf qualvollste Weise hingerichtet worden. Sein Todeskampf dauerte so lange wie bei uns eine Schulstunde. Was sollten wir daraus lernen? – Traue keinem Staat, der sich zum Herren über Leben und Tod aufspielt! Einem Staat, der sich selbst zum Mörder macht, ist auch alles andere zuzutrauen (siehe unten!).

Lesen Sie zu diesem Thema auch Freundliche Mörder!


(22.04.14)  Geheimnis von Flug MH370 bleibt im Dunkeln

Trotz aufwändiger Suche gibt es bis heute keine Spur von der seit 8. März verschollen Boeing 777 der Malaysia Airlines.
Solange aus den Tiefen des Indischen Ozeans nicht doch noch Gegenteiliges auftaucht oder sonst wie ans Licht kommt, halte ich meine Theorie
(siehe 24.03.14) aufrecht. Sie ist die einzige, die alles erklärt: das geheimnisvolle Verschwinden, die falschen Spuren und die vergebliche Suche. – Wo nichts gefunden werden soll, da wird auch kaum etwas gefunden werden.

Der geheime Krieg wird auch bei uns geführt

Wenn Sie wissen wollen, was dunkle Mächte – vielleicht sogar ganz in Ihrer Nähe – für Spiele treiben, dann schauen Sie doch einmal hier nach: "Geheimer Krieg". Auf der Karte dieses gemeinsamen Projekts von NDR und SZ (keine Geheimdienste, sondern der Norddeutsche Rundfunk und die Süddeutsche Zeitung) können Sie herausfinden, wo in Deutschland und anderswo mehr oder weniger geheim Kriege geführt oder vorbereitet werden bzw. wurden, z. B. der Irak-Krieg in München.


(24.03.14)  Verschwinden von Flug MH370 scheint aufgeklärt

Seit dem 8. März ist die Passagiermaschine mit Flugnummer MH370 der Malaysia Airlines verschollen. Die Ursache für die Kursänderung und den vermutlichen Absturz der Boeing 777 scheint nun aufgeklärt. Laut nicht verifizierten Quellen soll sich an Bord der Maschine ein namentlich nicht genannter Mitarbeiter des amerikanischen Geheimdienstes NSA befunden haben – mit weitaus brisanterem Material als dem des Whistleblowers Edward Snowden, der im Sommer 2013 über Hongkong nach Russland geflüchtet war. Dass diese Unterlagen in fremde Hände geraten, habe man um jeden Preis verhindern müssen, behaupten unbekannte Informanten.

Mittels Funksignalen aus den Triebwerken sei es nicht nur möglich – auch ohne Wissen der jeweiligen Fluggesellschaft – die Position jedes Flugzeugs zu verfolgen. Der Geheimdienst sei auch in der Lage, dessen Steuerung zu übernehmen, den Funkverkehr zu unterbrechen und die Flugroute nach Belieben zu ändern, ohne dass die Piloten der Maschine dies verhindern könnten.

Der US-Auslandsgeheimdienst CIA hatte sich nach dem Verschwinden von Flug MH370 frühzeitig in die Ermittlungen eingeschaltet. Dies sei von Anfang an geschehen, um Spuren zu verwischen und falsche Fährten zu legen. So habe man Zeit gewonnen und die Suche nach der Maschine und der Ursache ihres Verschwindens in völlig falsche Richtungen gelenkt.

Sie halten das nur für eine weitere, an den Haaren herbeigezogene Verschwörungstheorie? Sie halten es für unwahrscheinlich, dass es sich so abgespielt hat? Überlegen Sie! ...

Sehen Sie: So weit ist es schon gekommen.


(31.01.14)  Auf dem Weg zum Arschlochland

Deutschland wirbt um ausländische Ärzte, Altenpfleger usw. Möglichst jung und qualifiziert sollen sie sein – Fachkräfte also, die dann in den Ländern fehlen, wo sie ausgebildet wurden. Anstatt sie selbst auszubilden, profitiert Deutschland also von anderen.

Seit Anfang dieses Jahres können sich auch Rumänen und Bulgaren auf dem Arbeitsmarkt in der EU frei bewegen. In der CSU befürchtet man nun, unerwünschte Zuwanderer könnten massenweise unser Sozialsystem ausnützen. Das haben die jetzt spitzgekriegt, nachdem sie seit acht Jahren in der Regierung sitzen. So geht die CSU vor den bayerischen Kommunalwahlen und der Europawahl auf Dummenfang und fischt im rechten Sumpf nach Wählerstimmen.

Aber wo sitzen sie denn, die Hauptschmarotzer? Wie ist das mit deutschen Firmen, die ihre Gewinne erwirtschaften, indem sie ihren Beschäftigten so niedrige Löhne zahlen, dass die nicht von ihrer Arbeit leben können und zusätzlich auf Sozialleistungen angewiesen sind? – Oder Unternehmern, die ausländische Arbeitskräfte fast wie Sklaven halten?

Wir entwickeln uns: vom wirtschaftlich stärksten Staat Europas zum Arschlochland in seiner Mitte – mit freundlicher Unterstützung durch die CSU.


(02.12.13)  Science-Fiction vor der eigenen Haustür?

Laut Medienberichten plant Online-Händler Amazon seine Päckchen in ein paar Jahren per Drohnen an der Haustür der Besteller abzuliefern. Heißa, was wird das für ein Summen und Brummen im Luftraum über unseren Straßen, Hausfluren und Vorgärten. So etwas kennen die Menschen bisher nur am Hindukusch, im Jemen oder in Somalia.

Praktischerweise könnten die Drohnen bei ihren Zustellflügen dann ja auch gleich für Google oder die Geheimdienste ...

Noch testen sie, und bevor der Himmel voller Drohnen hängt, bleibt noch Zeit eine Drohnenklatsche zu bauen. (Oder gibt's die dann auch bei Amazon?) Am Anfang tut's wahrscheinlich auch eine Schaufel, damit könnte man die erlegten Amazon-Drohnen auch gleich unter die Erde bringen. – Vielleicht sollte ich dann doch mal wieder was im Internet bestellen?

(09.12.13)  Eine Art der Paketzustellung durch Amazon, die vermutlich noch besser einschlägt als der Einsatz von Drohnen, stellt das Satiremagazin Der Postillion auf seiner Website vor.


(07.11.13)  Gebt Edward Snowden Eure Stimme!

Mit seinen Enthüllungen hat Edward Snowden Deutschland und der Welt einen großen Dienst erwiesen. Er ist bereit, in Deutschland auszusagen und zur Aufklärung beizutragen, wenn sein sicherer Aufenthalt gewährleistet ist. "Die Grünen" sammeln dafür Unterschriften. Hier kann man online unterzeichnen.


(18.10.13)  Was macht eigentlich Tebartz die Elster?

ROM. Wie wir aus geweihten Kreisen erfahren konnten, hat die römische Kurie den Mann mit den suchenden Augen und dem spendablen Lächeln auf unbestimmte Zeit im vatikanischen Kerker untergebracht.
Wie es hieß, solle er dort Gelegenheit haben, in aller Ruhe in sich zu gehen und die von Papst Franziskus persönlich gestellte Frage zu beantworten:
Ist es möglich, dass geistige Armut, geistliche Armut, Armut im Geiste und armselige Geistlichkeit in einem einzigen Palast zusammenwohnen?

Wir warten gespannt, bis weißer Rauch aufsteigt aus dem kleinen Konklave.


(16.09.13)  Kleiner Nach(Drei)satz zur Bayernwahl

Nehmen wir einmal – der Einfachheit halber – an:
Statt zirka 12 Millionen leben in Bayern nur zwölf Menschen. Neun von ihnen sind Deutsche und so alt, dass sie wählen dürfen. Sechs davon haben gewählt. Knapp die Hälfte von ihnen, also drei, die CSU. Drei von zwölf! – Nicht "jeder zweite Bayer und jede zweite Bayerin", wie Horst Seehofer gleich nach der Wahl behauptet hat. Das schmälert nicht den Wahlsieg von Seehofers Partei, aber es relativiert die Größe ihrer Mehrheit.


(09.08.13)  Yes, He Cans* ...

Dass die Enthüllungen des Edward Snowden für Russlands Präsident Putin ein gefundenes Fressen sind, liegt auf der Hand. – Warum aber ist der einstige globale Sympathie- und Hoffnungsträger Obama zum weltweit gefürchteten Datenträger mutiert? Was mag diesen Wandel bewirkt haben?

Vermutlich haben die US-amerikanischen Geheimdienste längst auch alle Daten von Obama gesammelt und dabei etwas herausgefunden, mit dem sie ihn in der Hand haben. Ist er heimlich schwul und hat Michelle mit einem Secret-Service-Mitarbeiter betrogen? Oder ist der Chef im Weißen Haus vielleicht gar kein Schwarzer?

Wie auch immer, be aware: Black brother is watching you!


* to can (something) = (etw.) eindosen, einwecken, konservieren


(04.08.13)  Wer nichts zu verbergen hat ...

... hat auch nichts zu befürchten. Das glauben Sie? Dann träumen Sie weiter! Oder schauen Sie sich dieses – ebenso lehrreiche wie unterhaltsame und gut gezeichnete – Comic-Video zum Thema Überwachungsstaat an.
Sie zögern? Könnte ja sein dass jemand ... – Klar, könnte sein. Aber wer davor Angst hat, ist selbst schuld und hat auch allen Grund dazu. Scheiß drauf! Wenn die schon alles wissen wollen, was wir denken und anderen mitteilen, dann sollen sie ruhig auch erfahren, was wir von ihnen halten.


(03.08.13)  Deutschland ist ein Überwachungsstaat ...

... überschreibt die FAZ einen offenen Brief vom 25.7.2013, in dem mehr als sechzig Schriftsteller von der Bundeskanzlerin Aufklärung und Handeln in der NSA-Affäre fordern. „Ist die Bundesregierung dabei, den Rechtsstaat zu umgehen, statt ihn zu verteidigen?“, fragen sie. Hier können Sie den offenen Brief lesen und hier selbst unterzeichnen. Aktuell gibt es bereits 28.919 Unterstützer.


(04.07.13)  Kann es einen guten Putsch geben?

Ägyptens Militär hat seinen islamistischen Präsidenten gestürzt – was das unbewaffnete Volk allein wahrscheinlich nicht geschafft hätte. Manche Politiker äußern jetzt schwere Bedenken: Mursi sei schließlich demokratisch gewählt worden.
Das finde ich etwas scheinheilig. Nicht, weil ich Militärputsche gut finde. Aber ich meine, es kommt doch darauf an, wie und warum jemand weggeputscht wird und was dabei herauskommt.

Man stelle sich vor, die deutsche Wehrmacht hätte ein Jahr nach der demokratischen Machterschleichung der Nazis Hitler weggeputscht. Für die gleichen Politiker wären die Generäle von damals heute wahrscheinlich Helden. Dabei würden sie nicht einmal wissen, warum. Denn was nicht nur unserem Land alles erspart geblieben wäre, wie viele Verbrechen vielleicht niemals begangen worden wären, könnten sie dann auch nicht wissen.

Mag sein, dass mein Vergleich etwas hinkt – aber das gehört zur Meinungsfreiheit.


(24.05.13)  Deutsches Sprache, schweres Sprache ...

... vor allem, wenn man versucht, sie mit Fremdwörtern zu würzen:

Beim gestrigen Relegationsspiel der Fußball-Bundesliga sagte der Fernsehkommentator, der Mannschaft von Kaiserslautern habe es in der ersten Halbzeit an Mentalität gefehlt. Mag sein. Auf jeden Fall fehlte es bei dieser Aussage dem Sinn an Substanz.


(30.04.13)  NSU-Prozess: Misst die Justiz mit zweierlei Maß?

Am 6. Mai soll vor dem Oberlandesgericht München endlich der Prozess gegen die Rechtsterroristen des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) beginnen. Das peinliche Hickhack um die Vergabe der Presseplätze geht aber weiter.
Die Justiz verweist auf die Sicherheit und die Strafprozessordnung und behauptet, der Prozess könne deswegen nicht in einen größeren Saal verlegt werden.

Dabei hätte man das Debakel von Anfang an vermeiden können.
Ich erinnere an den Prozess gegen die vier Anführer der RAF, der von Mai 1975 bis April 1977 vor dem Oberlandesgericht Stuttgart stattfand. Extra für dieses Verfahren wurde damals auf dem Gelände der Justizvollzugsanstalt in Stuttgart-Stammheim eine Halle errichtet, die zwölf Millionen DM kostete. Mit dem Verbot von Sondergerichten hat man es damals nicht so genau genommen.

Bei den Terroristen der RAF ging es – neben zahlreichen anderen Verbrechen – um vier Mordfälle. Den NSU-Terroristen werden insgesamt zehn Morde vorgeworfen. Ist das keine eigene Halle wert? – Oder wird hier mit zweierlei Maß gemessen?

Übrigens: Bei dem Münchner Prozess geht es um Mord, Terror und staatliches Versagen, nicht um verbotenes Glücksspiel und die Verlosung von Sitzplätzen.


(24.04.13)  Bilden Sie sich Ihre eigene Meinung!

Die eine oder der andere, der diese Seite ab und zu besucht, hat sich vielleicht schon gefragt, warum hier seit einiger Zeit nichts Neues mehr hinzugekommen ist. Nun:
1. hab ich zurzeit weniger Zeit dafür als vorher,
2. ist in letzter Zeit wenig passiert, was mich besonders geärgert, irritiert, aufgeregt oder überrascht hat und
3. dadurch zu einer Äußerung an dieser Stelle inspiriert hätte.
4. bin ich der Ansicht, dass ich nicht zu jedem Würstchen meinen Senf dazugeben muss.

Außerdem: Es freut mich, dass Sie das hier lesen, weil ich meine Gedanken dann nicht umsonst mitgeteilt hab. Aber ich rate Ihnen: Kaufen Sie keine Fertiggedanken! Auch nicht, wenn sie kostenlos sind. Machen Sie sich lieber Ihre eigenen!


(16.02.13)  Wasser ist Menschenrecht und gehört allen

Wenn Sie verhindern wollen, dass die Wasserversorgung in der EU privatisiert wird, dann können Sie hier online unterschreiben und die geplante Europäische Bürgerinitiative unterstützen.


(21.01.13)  Wie auf dem Sklavenmarkt ... 

... hat das Jobcenter in Bendorf in Rheinland-Pfalz ältere Hartz-IV-Bezieher bei einer Weihnachtsmarkt-Tombola kostenlos an Firmen verlost. Die „Gewinne“ waren zum Beispiel (ebenfalls kostenlos): Fenster putzen, Lager aufräumen, Fuhrpark reinigen oder die Gestaltung einer Firmen-Internetseite. Jedes Los war ein Treffer, nur die verlosten Erwerbslosen gingen leer aus.


(26.11.12)  Aus dem Kreißsaal hopp, hopp, hopp mit Gutschein schnell zurück zum Job

Damit Mütter nach der Geburt möglichst schnell wieder berufstätig sein können, will die Regierung ihnen Haushaltshilfen durch Gutscheine  mitfinanzieren. – Mag sein, dass das für bestverdienende Mütter wie Familienministerin Schröder oder für die Frau von der Leine eine gute Lösung ist, aber vielleicht sollten sie lieber dafür sorgen, dass Haushaltshilfen und Erzieherinnen anständig bezahlt werden. Dann könnten deren Männer zuhause bleiben und sich um die Kinder kümmern, solange es zu wenig Kindergartenplätze gibt.


(25.11.12)  Hartnäckige Raucher kriegen weniger Geld

Ein Jobcenter in Niedersachsen bietet einen Nichtraucherkurs für ältere Hartz-IV-Empfänger an. An sich nicht schlecht, aber wer nicht daran teilnimmt, dem wird das Arbeitslosengeld gekürzt. – Da geh ich doch gleich aus Protest eine qualmen. – Vielleicht sollten sie lieber einen Kurs für sozialverträgliches Frühableben anbieten – die Einsparung wäre im Erfolgsfall größer.


(13.11.12) CSU-Dobrindt findet immer das Fettnäpfchen

„Jürgen Trittin ist derjenige, der jetzt das Sagen hat. Alles andere ist nur eine nette Verpackung“, äußerte Alexander Dobrindt zur Wahl der grünen Spitzenkandidaten Jürgen Trittin und Katrin Göring-Eckardt.
Dobrindt mag von den Grünen-Politikern halten, was er will – mit Blick auf die Frau an Trittins Seite dürfte das Frauenbild des CSU-Generalsekretärs aber klar sein. Und ebenso klar, dass er anscheinend nicht nur über ein ungezügeltes Mundwerk verfügt, sondern auch über einen gebremsten Verstand.


(28.09.12)  Nach vorzeitigem Entschluss: Habemus candidatum!

Lange hat sie sich geziert und jetzt vorzeitig ihren Kandidaten gekürt – die SPD hat sich entschieden: Der künftige Vizekanzler oder Oppositionsführer wird voraussichtlich Peer Steinbrück heißen.
Der Obama der Sozialdemokraten, er weckt so viel Hoffnung auf politischen Wandel wie eine Gewitterwolke Sonnenschein verspricht. Doch wenn man einen arbeitslosen Sargträger zur Hebamme umschulen kann, warum sollte es dann nicht auch möglich sein, aus Steinbrück einen Sympathie- und Hoffnungsträger zu machen?
Aber egal, wer am Ende das Rennen um das Kanzlerschaf macht – eins scheint sicher: Die Mundwinkel werden hängen.


(25.09.12)  Der Google-Roboter hat mir eine E-Mail geschickt und mir mitgeteilt, dass er beim Kraulen meiner Homepage gemerkt hat, dass er sie nicht mehr so richtig durchgoogeln kann. – Hab ich auch schon gemerkt. Liegt wohl an meinen dilettantischen Versuchen nach einem Festplattencrash die Einstellungen des HTML-Editors wiederherzustellen.
Wollte dem Google-Robot zurückschreiben, dass er sich deswegen keine Gedanken machen soll. Irgendwie würde ich das schon wieder hinkriegen. Die E-Mail ist leider unzustellbar zurückgekommen. Deshalb:
Lieber Google-Robert,
tut mir leid, dass Du Dir Sorgen gemacht hast, aber wenn Du mal wieder vorbeischaust und das hier liest, dann weißt Du ja Bescheid.
Ich hoffe, Dir googelts gut und lass mal wieder von Dir hören.

Dein words-against-the-wind-webmastertrottel


(22.09.12)  Haben Sie vielleicht 50 Cent für mich?

Gestern Abend kam mir in der Ostengasse in Regensburg auf dem Gehsteig eine alte Frau entgegen und stellte sich mir in den Weg. Nach einem abschätzenden Blick sagte sie schüchtern: "Darf ich Sie was fragen?" – "Ja, selbstverständlich", sagte ich. – "Haben Sie vielleicht 50 Cent für mich?" – "Wozu denn?" – "Ich will mir Bonbons kaufen und hab kein Geld." Die Frau machte auf mich weder einen verwirrten noch einen unverschämten Eindruck. "Wissen Sie", sagte sie, "ich wohn' in dem ...heim, gleich da hinten, und da bekommen wir kein Geld."

Ich gab der Frau 50 Cent. "Danke", sagte sie, "und vergelt's Gott!"

Ein herzliches "Vergelt's Gott!" hiermit auch von mir an alle, die dafür verantwortlich sind, dass eine alte Frau auf der Straße fremde Leute wegen ein paar Cent für Süßigkeiten anbetteln muss.


(12.09.12)  Nach Jobverlust droht immer öfter sofort Hartz IV

Eine neue Studie des DGB hat ergeben, dass bereits jeder Vierte, der seinen Job verliert, sofort auf Hartz-IV-Leistungen angewiesen ist: entweder, weil der Lohn zu gering oder die Beschäftigungszeit zu kurz war, um ausreichenden Anspruch auf Arbeitslosengeld I zu haben.


(03.09.12)  Leidet Ursula von der Leyen an Schizophrenie?

Ministerin von der Leyen hat am Wochenende beklagt, dass breite Schichten der Bevölkerung von Altersarmut bedroht seien und im Rentenalter auf Sozialleistungen angewiesen sein werden, selbst wenn sie Jahrzehnte lang gearbeitet und relativ gut verdient haben.

Diese Erkenntnis ist nicht gerade neu. Außerdem ist von der Leyen als Arbeits- und Sozialministerin unter anderem auch für die Durchführung der Hartz-IV-Gesetze zuständig, die seit ihrer Einführung dazu geführt haben, dass Millionen von Menschen zu Niedriglöhnen arbeiten müssen, die kaum oder gar nicht ihren Lebensunterhalt decken, und die als Zeitarbeitssklaven oder 1-Euro-Jobber weitgehend entrechtet sind.
Ganze Bevölkerungsschichten sind von Lohndumping oder Dauerarbeitslosigkeit betroffen oder bedroht, ganz zu schweigen vom Verlust der Würde und Selbstachtung. Und wer seinen Arbeitsplatz verliert, der muss auf Dauer auch mit dem Verlust seiner Wohnung oder seines Hauses und seines Vermögens rechnen – mit Armut im Alter sowieso. 

Als Bundesministerin für Arbeit und Soziales ist Ursula von der Leyen für beides – Rentenschwund und Hartz IV – zuständig und mitverantwortlich. An Schizophrenie im psychiatrischen Sinn leidet sie sicher nicht – allenfalls an politischer – aber wenn sie da den Zusammenhang nicht erkennt (oder erkennen will) und eine Zuschussrente für einige wenige fordert, statt die hausgemachten Ursachen der Altersarmut zu bekämpfen, dann darf man so ein Verhalten wohl zu Recht als schizophren bezeichnen.


(06.07.12)  Wer die Verfassung gefährdet, gehört beobachtet

Nach allem, was da allmählich scheibchenweise an haarsträubenden Nachrichten über Aktivitäten und Pannen der Verfassungsschutzorgane aus den Dunkelkammern der Geheimniskrämerei ans Licht der Öffentlichkeit gelangt, finde ich, dass die Verfassungsschützer unter ständige Beobachtung gestellt werden sollten.
Nur: Welche Behörde verfügt über die Macht und Mittel – und hat vor allem das Vertrauen verdient – um verfassungsfeindliche Organisationen und organisierte Kriminalität nicht nur wohlwollend im Auge zu behalten, sondern zu bekämpfen und nötigenfalls auch zu zerschlagen? (Mehr dazu steht auch weiter unten.)


(07.06.12)  Nicht nur die Technik braucht mal eine Pause

Wer ab und zu auf dieser Seite vorbeischaut, wird gemerkt haben, dass sich da eine ganze Weile nichts verändert hat. – Auch die Technik braucht eben mal eine Pause. Und mein Computer hatte sie sich zweimal hintereinander einfach genommen.
Erst bin ich, meines wichtigsten Arbeitsgeräts beraubt, fast verzweifelt. Später hab ich mich erinnert an eine Zeit, als ich noch nicht einmal daran gedacht habe so einen Apparat zu brauchen.
Es gibt so vieles, das unverzichtbar erscheint, was wir aber gar nicht wirklich zum Leben brauchen – zumindest nicht zum wirklichen Leben.
"Nimm dir ein Beispiel an deinem PC!", hab ich mir gesagt. Und hab auch eine Pause gemacht. – "Mal sehen, was alles passiert, auch ohne dass ich meinen Senf dazugebe."
Es kam ... Käse, Gauck, Quark, Grass und Kraft – ohne Senf, aber der passt eigentlich auch nicht dazu.
Ach ja: Und Frankreich wird jetzt von Holland regiert – wir haben es nur noch nicht richtig gemerkelt.


(26.04.12)  Veranstalter sagen "Hessischen Sklavenmarkt" ab

Heute sollte ein als "Hessischer Sklavenmarkt" kritisierter sogenannter "Aktionstag 50plus" in der Stadthalle im hessischen Bad Schwalbach stattfinden. Ältere Hartz-IV-Bezieher sollten sich  dort in Businesskleidung und mit Bewerbungsmappen regionalen Zeitarbeitsfirmen "präsentieren". Bei Nichterscheinen wurde eine Kürzung der Leistung angedroht. Aus Angst vor Protesten haben die Veranstalter nun den Aktionstag abgesagt. Nähere Infos hier.


(01.03.12)  Wulff bekommt "lebenslänglich" (Ehrensold)

Wenn ein normaler Arbeitnehmer selbst kündigt, oder wenn ihm wegen Verfehlungen im Job gekündigt wird, dann bekommt er erst mal drei Monate Sperrzeit beim Arbeitslosengeld, also nichts.
Wenn aber Deutschlands oberster Schnäppchenjäger selbst dafür sorgt, dass die Bürger nicht mehr genug Vertrauen in sein Amt haben, und er dann deswegen seinen Job als Bundespräsident hinschmeißt, dann bekommt er lebenslänglich 200.000 Euro im Jahr an "Ehrensold". Die Bezeichnung "Schandgeld" wäre in diesem Fall wohl treffender.


(25.02.12) Amazon bekommt die "Saure Gurke" verliehen

Die Gewerkschaftliche Arbeitslosengruppe im DGB-Kreisverband Bonn/Rhein-Sieg hat aus Anlass des elften arbeitsmarktpolitischen Aschermittwochs vor der Bonner Agentur für Arbeit die „Saure Gurke“ an den Leiter der deutschen Logistikzentren von Amazon verliehen. Weitere Nachrichten zum Amazon-Skandal gibt es hier auch weiter unten.


(23.02.12)  Gauck noch nicht im Amt und schon umstritten

Seit seiner Nominierung als Bundespräsident kursieren zahlreiche, aus dem Zusammenhang gerissene Zitate, wohl in der Absicht ihn in ein negatives Licht zu setzen.
Zitate falsch wiedergeben, sie aus dem ursprünglichen Zusammenhang reißen und für die eigenen Zwecke umdeuten: Dieser Unfug zieht lange Fäden im weltweiten Netz.
Sascha Lobo (bekannter Blogger mit Irokesenfrisur, die aussieht wie ein Hahnenkamm) hat dazu bei Spiegel Online eine lesenswerte Kolumne geschrieben. Sie befasst sich auch mit den strittigen Äußerungen zu Joachim Gauck.

Hier können Sie nachlesen, was Gauck wirklich gesagt hat. Außerdem hat er sich in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung vom Oktober 2010 ausführlich zu seinen Ansichten geäußert: Gauck im Gespräch.


(20.02.12)  Alles wird gut ... und Gauck wird Bundespräsident

Alles wird gut: Gottschalk hat einen Nachfolger, Wulff hat auch schon einen. Joachim Gauck soll der nächste Bundespräsident werden. (Wobei viele in ihrer Euphorie anscheinend ganz vergessen haben, dass er erst noch gewählt werden muss.)

Aller guten Dinge sind drei: Köhler, Wulff, Gauck. Und so, wie die Dinge seit einiger Zeit liegen, wird wahrscheinlich noch vor Ende der ersten Hälfte von Gaucks Amtszeit herauskommen, dass er einen Hund hatte, der bei der Stasi war.
Aber geben wir ihm eine Chance und seien wir optimistisch: Vielleicht stellt sich dann heraus, dass der Hund nur ein als Maulwurf getarnter Goldhamster war.


Wulff ist noch nicht durch – wir mit ihm schon

Ein Kommentar bei tagesschau.de.


(02.02.12)  Zweimaliger Gewinneinbruch bei Amazon

Zum zweiten Mal hintereinander ist auch im letzten Quartal 2011 der Gewinn des Internethändlers Amazon kräftig eingebrochen.
Irgendwann gibt es für Wachstumswahn und Ausbeutung eben die Quittung. Und das Gute ist: Jeder hält sie selbst in der Hand, indem man bei solchen Firmen nichts mehr bestellt bzw. kauft. Wie zum Beispiel bei Schlecker: Seine Kinder (seit kurzem) und seine Angestellten (schon lange) müssen jetzt die Gier und Maßlosigkeit ihres Vaters bzw. Arbeitgebers ausbaden. Immerhin: Anton Schlecker haftet auch mit seinem Privatvermögen – sozusagen als Dinosaurier unter lauter Heuschrecken.


(30.01.12)  Talkshow enthüllt: Dobrindt hat Verfolgungswahn

Wenn man die Rechte nicht mehr unter Kontrolle hat, dann muss man auf die Linke draufhauen – diesem alten Reflex rechter Konservativer ist auch CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt erlegen. In der ARD-Sendung "Günther Jauch" trat er (wie bereits im August 2011) für eine stärkere Überwachung der Abgeordneten der Linken durch den Verfassungsschutz und ein eventuelles Verbot der Partei ein.

Was die Versager vom Verfassungsschutz also rechts nicht schaffen, das sollen sie links richten. Während der Talkshow trug Dobrindt diesmal eine Brille – vermutlich mit Fensterglas wie bei Guttenberg. Für mehr Durchblick sorgte sie jedenfalls nicht.

Wenn politische Gegner gewaltlos eine andere Meinung vertreten und auf demokratische Weise politische Veränderungen wollen, dann ist dies durch das Grundgesetz geschützt. Wer meint, sie deswegen verfolgen zu müssen, verstößt gegen eine ganze Reihe vom Grundgesetz garantierter Grundrechte:
- gegen die politische Gleichberechtigung (Diskriminierungsverbot,
   Artikel 3 Abs. 3),
- gegen die Freiheit des weltanschaulichen Bekenntnisses
   (Artikel 4 Abs. 1),
- gegen die Meinungsfreiheit (Artikel 5 Abs. 1),
- gegen die Vereinigungsfreiheit (Artikel 9 Abs. 1) sowie
- gegen die Gleichbehandlung politischer Parteien (Art. 21 Abs. 1),
- gegen die Gleichheit der bürgerlichen Rechte (Artikel 33 Abs. 3)
  unabhängig von der Weltanschauung.

Dobrindt verhält sich also undemokratisch und verfassungsfeindlich und sollte selbst beobachtet werden. Vermutlich ist er aber weder besonders intolerant noch ein Antidemokrat, sondern glaubt lediglich, dass es seiner Partei wieder mehr Wähler bringt, wenn er nur verbal kräftig genug auf seine Gegner einschlägt.
Als Bürger sollte man sich aber fragen, ob eine Partei deren Generalsekretär diesem Dobrindter Wahn verfallen ist, noch wählbar ist.

Genau 40 Jahre ist es übrigens her, dass unter der Regierung Willy Brandts der sogenannte Radikalenerlass verabschiedet wurde, der zu Berufsverboten für Linke führte, die dann z. B. nicht mehr Lehrer oder Lokführer sein durften, während alte Nazis vorher und nachher ungehindert unterrichten und sogar richten durften.


(22.01.12)  Mein vorletztes Wort zur Affäre Wulff:

Mit Verlaub, Herr Präsident, Sie sind ein Problemwulff!


(08.01.12) Sollte man Mitleid haben mit Christian Wulff?

Wenn einer sich als Amtsinhaber durch reiche Freunde und gute Beziehungen Vorteile verschafft, von denen Otto Normalverdiener nur träumen kann, obwohl ein Bundespräsident doch moralisches Vorbild sein sollte, dann muss man kein Mitleid haben. Erst recht nicht, wenn dann noch versucht wird, das Ganze unter den präsidialen Teppich zu kehren. Das bisschen Dreck am Stecken, was macht das schon?
Mitleid, nein! Mitgefühl mit dem ertappten Sünder, der sich, angesichts der Treibjagd auf ihn, um Amt und Würde redet, darf man haben. Sorgen um Christian Wulff muss man sich aber nicht machen: Egal, ob er zurücktritt oder ganz normal ausscheidet: Wulff bekommt auf jeden Fall lebenslänglich – das volle Amtsgehalt in Höhe von knappen 200.000 Euro jährlich als sogenannten Ehrensold. Das sollte genügen, um Kreditzinsen zu zahlen und seinen Urlaub selbst zu finanzieren.

(03.01.2012)  Macht Wulff jetzt den Guttenberg? – Wird Thomas Gottschalk sein Nachfolger?

Den Köhler machen kann Christian Wulff nicht mehr: Zu viele Gründe gibt es inzwischen dafür, von seinem Amt als Bundespräsident zurückzutreten. Macht er jetzt stattdessen den Guttenberg? – Also herunterspielen, leugnen, nicht wahrhaben wollen und standhalten, bis es nicht mehr geht? Vieles spricht dafür, nicht nur die Gemeinsamkeit einer blonden, gutaussehenden und ebenfalls im Licht der Öffentlichkeit stehenden Ehefrau. – Vielleicht will Wulff aber auch einfach alles aussitzen, weitermachen und so tun, als wäre nichts gewesen? – Also den Kohl machen? Aber dazu fehlt ihm wohl nicht nur die Statur, sondern vermutlich auch das Format.

Oder fällt dem Noch-Bundespräsidenten eine neue Variante ein und er macht am Ende den Wulff?

Seine Glaubwürdigkeit ist jedenfalls dahin, der gute Ruf im Eimer, Ansehen und Amt des Bundespräsidenten angekratzt. – Wird es jetzt ähnlich schwer werden für diesen Posten einen Nachfolger zu finden wie für das Amt des Wetten-Dass-Moderators?

Apropos Thomas Gottschalk: Wäre er nicht ein geeigneter Kandidat für die Nachfolge Wulffs? – Gottschalk ist glaubwürdig, unterhaltsam und schlagfertig. Was er sagt, kann jeder verstehen und man hat ihm bislang noch jedes Fettnäpfchen verziehen, in das er aus Versehen oder Übermut getreten ist. Außerdem ist er Frank und frei und selber blond – und er hat bereits Rücktrittserfahrung. – Wäre doch eine Lösung.

Vielleicht sollte man aber die demnächst wieder offene Stelle des Bundespräsidenten einfach unbesetzt lassen, denn, wenn das Amt mehr dem Amtsinhaber dient, als umgekehrt, dann kann man – also ich jedenfalls könnte – darauf ebenso verzichten wie auf Bilder von teuren, repräsentativen Auslandsreisen, den Auftritt des Bundesweihnachtsmanns und das alljährliche Neujahrs-Blabla.

(06.06.2012)  Die Wulff-Affäre als Chance zum Ausstieg: Ähnlich, aber viel grundsätzlicher auch als Verfassungsfrage sieht das eine Kolumne von Georg Diez bei Spiegel-Online.


(01.01.2012)  Verfassungsschutz sponserte Naziterroristen

Einen entsprechenden Bericht in "Bild am Sonntag" vom 18.12.2011 soll der Thüringer Verfassungsschutz inzwischen bestätigt haben. Mehr zu diesem Thema steht weiter unten.


(27.12.2011)  Er hat's geschafft: Guido Westerwelle wird 50

Lesen Sie zur Feier des Tages noch einmal meinen vorgezogenen Nachruf auf den FDP-Politiker: Deutschland braucht Westerwelle.


(25.12.2011)  Neuer Komet am Weihnachtshimmel?

Gestern, Heiligabend, um 17:30 Uhr ist ein glühendes Objekt mit drei leuchtenden Streifen über den deutschen Nachthimmel gezogen. – Ist uns da ein neuer Weihnachtsstern aufgegangen? – Viele Augenzeugen haben ihn gesehen, gefilmt und gemeldet, vor allem in Thüringen. – Wurde uns dort ein neuer Führer geboren? Oder war es nur Adidas-Werbung für die Fußball EM 2012? –
Nein, die Erklärung ist viel einfacher: Es handelte sich um einen vatikanischen Satelliten, der pünktlich und kontrolliert mit flachem Eintrittswinkel zum Absturz gebracht wurde. Die drei Streifen stehen für die eilige Dreifaltigkeit. Na denn: frohe Weihnachten!

Um eine weitere, ganz andere Art von himmlischen Flugkörpern geht es in meinem Gedicht "Die neuen Kometen".


(12.12.2011)  Hinrichtungen mit freundlicher Unterstützung aus Deutschland?(12.12.2011)  Hinrichtungen mit freundlicher Unterstützung aus Deutschland?

Den USA gehen die Giftspritzen aus. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, soll jetzt verhindert werden, dass sich die staatlichen Mörder weiterhin mit Nachschub aus der EU und Deutschland versorgen. – Zum Thema Todesstrafe möchte ich Ihnen außerdem mein Gedicht Freundliche Mörder ans Herz legen.


(09.12.2011)  Oettinger will 40 neue Atomkraftwerke in Europa

Ein weiterer (Ex-) Ministerpräsident Baden-Württembergs hat sich danach gedrängt, hier erwähnt zu werden. Der in Brüssel als EU-Kommissar für Energie zwischengelagerte Günther Oettinger befürwortet den Neubau von bis zu 40 Kernkraftwerken allein bis 2030. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, soll es dafür sogar EU-Subventionen geben. Ein entsprechendes Grundsatzpapier soll in der kommenden Woche in Brüssel vorgestellt werden.
Ich finde, man sollte Oettinger schleunigst stilllegen und an einem sicheren Ort endlagern.


(06.12.2011)  Nach dem Rückblick auf den politischen Lothar Späth zum Nikolaustag ein paar Gedanken zum neuen Ministerpräsidenten Baden-Württembergs Winfried Kretschmann: Der gläubige Katholik und überzeugte Grüne (oder umgekehrt?) ist seit seiner Wahl als Ministerpräsident nicht nur Mitbesitzer von vier Atomkraftwerken (davon zwei aktive) sondern muss nun auch den Bau von Stuttgart 21 umsetzen und mitfinanzieren. Kretschmann, die schwäbische Version von Don Camillo und Peppone (in einer Person, allerdings mit mehr Kamille als Pep) muss nun verwalten, was er eigentlich verhindern wollte.
Wird er diesen schizophrenen Zustand aushalten, oder wird ihn der Spagat zwischen eigenem Anspruch und realpolitischer Aktenlage zerreißen? – Wir werden sehen.


(04.12.2011)  Lothar Späth lobt Abstimmung zu Stuttgart 21

Wen wundert's, gilt doch der ehemalige Ministerpräsident und CDU-Landesvorsitzende Baden-Württembergs als einer der Hauptunterstützer von Stuttgart 21.

Hier ein paar Fakten zu Lothar Späth (nichts Neues, aber hätten Sie gewusst, dass ...

... er seit 2008 Vorsitzender des Kuratoriums der Denkmalstiftung Baden-Württemberg ist. (Der Stuttgarter Hauptbahnhof steht unter Denkmalschutz!).

... er seit 2007 dem Aufsichtsrat der Herrenknecht AG vorsitzt (ein weltweit tätiger, führender Hersteller von Tunnelbohrmaschinen).

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!


(04.12.2011)  "Die Piraten sind keine System-Rebellen"

Zum Bundesparteitag der Piratenpartei gibt es ein interessantes Interview mit der Politologin, Bestseller-Autorin und zeitweiligen Empfängerin von Hartz-IV Katja Kullmann.


(29.11.2011)  Guttenberg plant Comeback beim Karneval

Kein Scherz! Karl-Theodor hat im Frühjahr offenbar mein Gedicht "Guttidämmerung" gelesen, hat es sich zu Herzen genommen und hält sich jetzt daran. Danke!


(26.11.2011)  Skandal um Abzocke bei Amazon weitet sich aus

Neue Vorwürfe zu den Geschäftspraktiken und Arbeitsbedingungen beim Internetversandhändler Amazon (siehe ganz unten).
Anmerkung des Autors: Beim Lesen des obigen Berichts frage ich mich allerdings, ob bei Amazon nur Duckmäuser arbeiten.
Wie man sich gegen menschenunwürdige Arbeitsbedingungen auch wehren kann, erfahren Sie in der folgenden Geschichte: Chaos im Versandhaus.

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(16.11.2011) (16.11.2011)  Zu den Neonazi-Verbrechen:
Da fragt man sich doch, wer seine V-Männer eigentlich wo eingeschleust hat: der Verfassungsschutz seine Leute bei den Neonazis oder die Neonazis ihre beim Verfassungsschutz?
Und warum hat man – statt alles zu tun, um begangene Morde aufzuklären und neue zu verhindern – die Öffentlichkeit und die Angehörigen der Opfer im Glauben gelassen, diese hätten vermutlich Kontakte zu kriminellen Organisationen gehabt und seien deswegen umgebracht worden? – Aus Unwissenheit oder Unfähigkeit? – Oder um davon abzulenken, dass man selbst in kriminelle Machenschaften verstrickt war?
Die Frage ist: Sind die Verfassungsschützer nur halb blind auf dem rechten Auge, oder wirft das Auge einen wohlwollenden Blick in diese Richtung. Schützen sie noch die Verfassung oder behüten sie stattdessen rechtsradikale Verfassungsbeschmutzer?
(17.11.2011)  Zur mehr als fragwürdigen Rolle der V-Leute und den bisher gescheiterten Versuchen die NPD zu verbieten gibt es hier einen erhellenden Artikel.

(23.11.2011)  Das Ausmaß der Gewalt von rechts zeigt eine Liste von Todesopfern rechtsextremer Gewalt in Deutschland. Seit der Wiedervereinigung sind es (je nach Definition) 47 (Stand 2009, mit eindeutig rechtsextremem Tatmotiv) bzw. 182 (Stand 2011: Fälle, bei denen die Täter Rechtsextremisten waren). Todesopfer linksextremer Gewalttaten seit 1990: 0. – Das soll linke Gewalttaten nicht verharmlosen, aber die Verharmlosung der rechten Gewalt verdeutlichen.


(14.11.2011)  US-Landkreis ist pleite – und die Bayerische Landesbank steckt mit drin. Was aber hat die (noch) staatliche BayernLB in Alabama verloren? – Vermutlich das Geld, das dort in die Kanalisation fließt und hierzulande fehlt!


Griechische FlaggeGriechische FlaggeGriechische FlaggeGriechische Flagge Griechische Flagge
(
01.11.2011)  Volksabstimmung in Griechenland
In Berlin, Paris und Brüssel sind die Regierenden erstaunt bis entsetzt: Griechenlands Ministerpräsident will sein eigenes Volk abstimmen lassen, ob es mit den Beschlüssen des jüngsten EU-Gipfels einverstanden ist, und riskiert tatsächlich, dass das Volk nicht seiner Meinung ist – wo doch Merkel, Sarkozy und die Banken alles schon so schön beschlossen haben.
Na sowas! Da wagt jemand in Zeiten wie diesen ein bisschen mehr Demokratie. (Wer hat's erfunden?) – Mit Bertolt Brecht fragt man sich da, ob es nicht doch einfacher wäre, die Regierung löste das Volk auf und wählte ein anderes.

(3.11.2011)  Alles wieder auf Anfang: Papandreou hat einen Rückzieher gemacht. – Nie sollst du es wagen, das Volk zu befragen!
Wenn das so weitergeht, brauchen wir bald nicht mehr wählen zu gehen. Dann werden die wichtigsten politischen Entscheidungen von der chinesischen Regierung gemeinsam mit europäischen Großbanken, amerikanischen Ratingagenturen und Börsenspekulanten gefällt – ob uns das gefällt oder nicht.

(19.01.2012)  Welche Auswirkungen das Spardiktat der EU inzwischen für die griechische Wirtschaft und die Griechen hat, sehen Sie hier: Obdachlosigkeit trifft jetzt auch den Mittelstand.


(29.10.2011)  Es hat wenig mit Literatur oder gar mit Poesie zu tun, dennoch möchte ich darauf hinweisen, was in unserer Gesellschaft inzwischen alles möglich ist. Dass zum Beispiel ein großes Privatunternehmen aus den USA auf Kosten der Allgemeinheit und mit freundlicher Unterstützung durch die deutsche Arbeits(losen)verwaltung Hartz-IV-Empfänger ausbeuten darf:
Ohne Lohn bei Amazon ...

Zu den Praktiken des Internet-Versandbuchhändlers hat auch "Report Mainz" vom SWR recherchiert. Hier geht's zum Ausschnitt der Sendung vom 1.11.11.

(19.11.2011)  Öffentliche Berichterstattung und Proteste hatten Erfolg: Das Jobcenter Unna hat – zumindest vorläufig – die zweifelhafte Subventionierung des Internet-Versandhändlers Amazon eingestellt.


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