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(22.01.12)
Mein vorletztes Wort zur Affäre Wulff:
Mit
Verlaub, Herr Präsident, Sie sind ein Problemwulff!
(08.01.12)
Sollte man Mitleid haben mit Christian Wulff? Wenn
einer sich als
Amtsinhaber durch reiche Freunde und gute Beziehungen Vorteile verschafft, von denen Otto Normalverdiener
nur träumen kann, obwohl ein Bundespräsident doch
moralisches Vorbild sein sollte, dann muss man kein Mitleid
haben. Erst recht nicht, wenn dann noch versucht wird, das Ganze
unter den präsidialen Teppich zu kehren. Das bisschen Dreck am
Stecken, was macht das schon? Mitleid, nein! Mitgefühl mit
dem ertappten Sünder, der sich, angesichts der Treibjagd auf
ihn, um Amt und Würde redet, darf man haben. Sorgen um Christian Wulff
muss man sich aber nicht machen: Egal, ob er zurücktritt oder
ganz normal ausscheidet: Wulff bekommt auf jeden Fall
lebenslänglich – das volle Amtsgehalt in
Höhe von knappen 200.000 Euro jährlich als sogenannten
Ehrensold. Das sollte genügen um
Kreditzinsen zu zahlen und seinen Urlaub selbst zu finanzieren.
(03.01.2012)
Macht Wulff jetzt den Guttenberg?
– Wird Thomas Gottschalk sein Nachfolger? Den
Köhler machen kann
Christian Wulff nicht mehr: Zu viele Gründe gibt es inzwischen
dafür, von seinem Amt als Bundespräsident zurückzutreten. Macht er jetzt
stattdessen den Guttenberg? – Also herunterspielen, leugnen,
nicht wahrhaben wollen und standhalten, bis es nicht mehr geht? Vieles spricht
dafür, nicht nur die Gemeinsamkeit einer blonden,
gutaussehenden und ebenfalls im Licht der Öffentlichkeit
stehenden Ehefrau. – Vielleicht will Wulff aber auch einfach
alles aussitzen, weitermachen und so tun, als wäre nichts
gewesen? – Also den Kohl machen? Aber dazu fehlt ihm wohl nicht nur die Statur, sondern vermutlich auch das Format. Oder
fällt dem Noch-Bundespräsidenten eine neue Variante
ein und er macht am Ende den Wulff? Seine
Glaubwürdigkeit ist jedenfalls dahin, der gute Ruf im Eimer,
Ansehen und Amt des Bundespräsidenten angekratzt. – Wird es
jetzt ähnlich schwer werden für diesen Posten einen
Nachfolger zu finden wie für das Amt des Wetten-Dass-Moderators? Apropos
Thomas Gottschalk: Wäre er nicht ein geeigneter Kandidat für
die Nachfolge Wulffs? – Gottschalk ist glaubwürdig,
unterhaltsam und
schlagfertig. Was er sagt, kann jeder verstehen und man hat ihm
bislang noch jedes Fettnäpfchen verziehen, in das er aus
Versehen oder Übermut getreten ist. Außerdem
ist er Frank und frei und selber blond – und er hat bereits
Rücktrittserfahrung. – Wäre doch eine Lösung. Vielleicht
sollte man aber die demnächst wieder offene Stelle des
Bundespräsidenten einfach unbesetzt lassen, denn, wenn das Amt
mehr dem Amtsinhaber dient, als umgekehrt, dann kann man –
also ich jedenfalls könnte – darauf ebenso verzichten wie auf
Bilder von teuren, repräsentativen Auslandsreisen, den Auftritt
des Bundesweihnachtsmanns und das alljährliche Neujahrs-Blabla. (06.06.2012)
Die Wulff-Affäre als
Chance zum Ausstieg: Ähnlich, aber viel grundsätzlicher
auch als Verfassungsfrage sieht das eine Kolumne
von Georg Diez bei Spiegel-Online.
(01.01.2012)
Verfassungsschutz sponserte Naziterroristen Einen
entsprechenden Bericht
der "Bild am Sonntag" vom 18.12.2011 soll der
Thüringer Verfassungsschutz inzwischen bestätigt
haben. Mehr zu diesem Thema steht weiter unten.
(27.12.2011)
Er hat's geschafft: Guido Westerwelle wird 50 Lesen
Sie zur Feier des Tages noch einmal meinen vorgezogenen Nachruf
auf den FDP-Politiker: Deutschland
braucht Westerwelle.
(25.12.2011)
Neuer Komet am Weihnachtshimmel? Gestern,
Heiligabend, um 17:30 Uhr ist ein glühendes Objekt mit
drei leuchtenden Streifen über den deutschen Nachthimmel
gezogen. – Ist uns da ein neuer Weihnachtsstern aufgegangen? – Viele
Augenzeugen haben ihn gesehen, gefilmt
und gemeldet, vor allem in Thüringen. –
Wurde uns dort ein neuer Führer geboren? Oder war es
nur Adidas-Werbung für die Fußball EM 2012? –
Nein, die Erklärung ist viel einfacher: Es handelte sich um
einen vatikanischen Satelliten, der pünktlich und kontrolliert
mit flachem Eintrittswinkel zum Absturz gebracht wurde. Die drei
Streifen stehen für die eilige Dreifaltigkeit. Na denn: Frohe
Weihnachten! Um
eine weitere, ganz andere Art von himmlischen Flugkörpern geht es in
meinem Gedicht "Die neuen
Kometen".
(12.12.2011) Hinrichtungen mit Unterstützung aus Deutschland?
Den USA
gehen die Giftspritzen aus. Wie die Süddeutsche Zeitung
berichtet, soll jetzt verhindert werden, dass sich die
staatlichen Mörder weiterhin mit Nachschub
aus der EU und Deutschland versorgen. – Zum Thema
Todesstrafe möchte ich Ihnen außerdem mein Gedicht Freundliche Mörder ans Herz
legen.
(09.12.2011) Oettinger will 40 neue Atomkraftwerke in Europa
Ein weiterer (Ex-) Ministerpräsident
Baden-Württembergs hat sich danach gedrängt hier erwähnt zu
werden. Der in Brüssel als EU-Kommissar für Energie
zwischengelagerte Günther
Oettinger befürwortet den Neubau von bis zu 40
Kernkraftwerken allein bis 2030. Wie die Süddeutsche
Zeitung berichtet, soll es dafür sogar EU-Subventionen
geben. Ein entsprechendes Grundsatzpapier soll in der kommenden
Woche in Brüssel vorgestellt werden.
Ich finde, man sollte Oettinger schleunigst stilllegen und an
einem sicheren Ort endlagern.
(06.12.2011) Nach dem Rückblick auf den politischen Lothar
Späth zum Nikolaustag ein paar Gedanken zum neuen
Ministerpräsidenten Baden-Württembergs Winfried Kretschmann:
Der gläubige Katholik und überzeugte Grüne (oder umgekehrt?)
ist seit seiner Wahl als Ministerpräsident nicht nur
Mitbesitzer von vier Atomkraftwerken (davon zwei aktive) sondern
muss nun auch den Bau von Stuttgart 21 umsetzen und
mitfinanzieren. Kretschmann,
die schwäbische Version von Don Camillo und Peppone (in einer
Person, allerdings mit mehr Kamille als Pep) muss nun verwalten,
was er eigentlich verhindern wollte.
Wird er diesen schizophrenen Zustand aushalten, oder wird ihn
der Spagat zwischen eigenem Anspruch und realpolitischer
Aktenlage zerreißen? – Wir werden sehen.
(04.12.2011) Lothar Späth lobt
Abstimmung zu Stuttgart 21
Wen wundert's, gilt doch der ehemalige
Ministerpräsident und CDU-Landesvorsitzende Baden-Württembergs
als einer der Hauptunterstützer von Stuttgart 21.
Hier ein paar Fakten zu Lothar Späth (nichts Neues, aber hätten
Sie gewusst, dass ...
... er seit 2008 Vorsitzender des
Kuratoriums der Denkmalstiftung Baden-Württemberg ist.
(Der Stuttgarter Hauptbahnhof steht unter Denkmalschutz!).
... er seit 2007 dem Aufsichtsrat der Herrenknecht
AG vorsitzt (ein weltweit tätiger, führender Hersteller
von Tunnelbohrmaschinen).
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!
(04.12.2011) "Die Piraten sind keine
System-Rebellen";
Zum Bundesparteitag der Piratenpartei gibt
es ein interessantes Interview
mit der Politologin, Bestseller-Autorin und zeitweiligen
Empfängerin von Hartz-IV Katja Kullmann.
(29.11.2011) Guttenberg plant Comeback beim
Karneval
Kein Scherz! Karl-Theodor hat im Frühjahr
offenbar mein Gedicht "Guttidämmerung"
gelesen, hat es sich zu Herzen genommen und hält sich jetzt
daran. Danke!
(26.11.2011) Skandal um Abzocke bei Amazon
weitet sich aus
Neue Vorwürfe zu den Geschäftspraktiken
und Arbeitsbedingungen beim Internetversandhändler Amazon
(siehe ganz unten).
Anmerkung des Autors: Beim Lesen des obigen Berichts frage ich
mich allerdings, ob bei Amazon nur Duckmäuser arbeiten.
Wie man sich gegen menschenunwürdige Arbeitsbedingungen auch
wehren kann, erfahren Sie in der folgenden Geschichte: Chaos im Versandhaus.
(16.11.2011) Zu den Neonazi-Verbrechen:
Da fragt man sich doch,
wer seine V-Männer eigentlich wo eingeschleust hat: Der
Verfassungsschutz seine Leute bei den Neonazis oder die Neonazis
ihre beim Verfassungsschutz?
Und warum hat man – statt alles zu tun um begangene Morde
aufzuklären und neue zu verhindern – die Öffentlichkeit und
die Angehörigen der Opfer im Glauben gelassen, diese hätten
vermutlich Kontakte zu kriminellen Organisationen gehabt und
seien deswegen umgebracht worden? – Aus Unwissenheit oder
Unfähigkeit? – Oder um davon abzulenken, dass man selbst in
kriminelle Machenschaften verstrickt war?
Die Frage ist: Sind die Verfassungsschützer nur halb blind auf
dem rechten Auge, oder wirft das Auge einen wohlwollenden Blick
in diese Richtung. Schützen sie noch die Verfassung oder
behüten sie stattdessen rechtsradikale Verfassungsbeschmutzer?
(17.11.2011) Zur mehr als fragwürdigen Rolle der V-Leute und
den bisher gescheiterten Versuchen die NPD zu verbieten gibt es
hier einen erhellenden Artikel.
(23.11.2011) Das Ausmaß der Gewalt von rechts zeigt eine Liste von
Todesopfern rechtsextremer Gewalt in Deutschland. Seit der
Wiedervereinigung sind es (je nach Definition) 47 (Stand 2009,
mit eindeutig rechtsextremem Tatmotiv) bzw. 182 (Stand 2011:
Fälle, bei denen die Täter Rechtsextremisten waren).
Todesopfer linksextremer Gewalttaten seit 1990: 0. – Das soll
linke Gewalttaten nicht verharmlosen, aber die Verharmlosung der
rechten Gewalt verdeutlichen.
(14.11.2011) US-Landkreis
ist pleite – und die Bayerische Landesbank steckt mit
drin. Was aber hat die (noch) staatliche BayernLB in Alabama
verloren? – Vermutlich das Geld, das dort in die Kanalisation
fließt und hierzulande fehlt!
   
( 01.11.2011)
Volksabstimmung in Griechenland
In Berlin, Paris und Brüssel sind die Regierenden erstaunt bis
entsetzt: Griechenlands Ministerpräsident will sein eigenes
Volk abstimmen lassen, ob es mit den Beschlüssen des jüngsten
EU-Gipfels einverstanden ist und riskiert tatsächlich, dass das
Volk nicht seiner Meinung ist – wo doch Merkel, Sarkozy und
die Banken alles schon so schön beschlossen haben.
Na sowas! Da wagt jemand in Zeiten wie diesen ein bisschen mehr
Demokratie. (Wer hat's erfunden?) – Mit Bertolt Brecht fragt
man sich da, ob es nicht doch einfacher wäre, die Regierung
löste das Volk auf und wählte ein anderes.
(3.11.2011) Alles wieder
auf Anfang: Papandreou hat einen Rückzieher gemacht. – Nie
sollst du es wagen, das Volk zu befragen!
Wenn das so weitergeht, brauchen wir bald nicht mehr wählen zu
gehen. Dann werden die wichtigsten politischen Entscheidungen
von der chinesischen Regierung gemeinsam mit europäischen
Großbanken, amerikanischen Ratingagenturen und
Börsenspekulanten gefällt – ob uns das gefällt oder nicht.
(19.01.2012)
Welche Auswirkungen das
Spardiktat der EU inzwischen für die griechische Wirtschaft und
die Griechen hat, sehen Sie hier: Obdachlosigkeit
trifft jetzt auch den Mittelstand.
(29.10.2011) Es hat wenig mit Literatur oder gar mit Poesie zu tun,
dennoch möchte ich darauf hinweisen, was in unserer
Gesellschaft inzwischen alles möglich ist. Dass zum Beispiel
ein großes Privatunternehmen aus den USA auf Kosten der
Allgemeinheit und mit freundlicher Unterstützung durch die
deutsche Arbeits(losen)verwaltung Hartz-IV-Empfänger ausbeuten
darf:
Ohne Lohn
bei Amazon ...
Zu den Praktiken des
Internet-Versandbuchhändlers hat auch "Report Mainz"
vom SWR recherchiert. Hier geht's zum Ausschnitt
der Sendung vom 1.11.11.
(19.11.2011) Öffentliche Berichterstattung und Proteste hatten Erfolg:
Das Jobcenter Unna hat – zumindest vorläufig – die
zweifelhafte Subventionierung des Internet-Versandhändlers
Amazon eingestellt.
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