Worte gegen den Wind ... - Die Seite mit kritischer Lyrik und Satire

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Auf dieser Website stellt der Autor Siegfried Schüller politische und gesellschaftskritische Gedichte und Satire (oder was er dafür hält) vor.

Was Sie anderswo nicht lesen, hier steht's. Außerdem finden Sie hier: Kommentare zu aktuellen Ereignissen, Informationen über den Autor, interessante Links, Texte, Termine, Lesungen, Veröffentlichungen, Buchtipps u. a.

Meinem Baustellenschild kommt in Zeiten von Stuttgart 21 neue Bedeutung zu. Weiterhin gilt also:

gelbes Baustellenschild: Betreten der Baustelle erlaubt! - Wähler haften für ihre Stimme!

Den Menschen, die in Stuttgart weiterhin gegen den Bahnwitz auf die Straße gehen, wünsche ich Mut, Beharrlichkeit und Phantasie. Jeder einzelne Baum, der dort gefällt wurde oder gefällt werden soll, ist mehr wert als die ganzen unterirdischen Pläne.
Mit dem Bäumefällen wurde in einer Nacht- und Nebelaktion inzwischen begonnen. Literarisches zum Thema Naturzerstörung durch Bauprojekte gibt es hier:
Mecklenburger Alleegie  und Landschaft mit Herzstörungen.

Und denkt daran: Ihr seid das Volk! (Ach was, das vergessen wir am besten.)
Nachtrag:
Wer sich auf einen Geißler einlässt, muss sich nicht wundern, wenn er die Geißel bekommt.
Geißler:
„Der Bahnhof wird sowieso gebaut“ (5.7.11).
Nach der Volksabstimmung in Baden-Württemberg im November 2011 sieht es ja tatsächlich ganz danach aus. Aber lasst jetzt nicht den Kopf hängen oder steckt ihn in den Sand (Vielleicht kommt da ja bald ein Zug!):
In Wackersdorf hatten sie mit dem Bau der WAA auch
schon begonnen und dann ... Hier zum Trost mein Gedicht: Wackersdorf, Pfingsten '88.

Alternativvorschlag: dem neusten Trend aus den USA folgen, oben bleiben und an die Börse gehen oder Banken und Regierungsviertel umzingeln wie z. B. am 21. November in Frankfurt und Berlin.
Da würde sogar Geißler mitmachen und die Leute auf der Straße sowieso.
Mir fällt da Bob Marley's Song Get Up Stand Up ein:
You can fool some people sometimes, but you can't fool all the people all the time.

Und hier sehen Sie, warum die Menschen in den USA auf die Straße gehen: Viele von ihnen haben es gar nicht weit – sie leben bereits dort.

Hier geht's zu den Beiträgen, die in letzter Zeit neu hinzugekommen sind:

Landschaft mit Herzstörungen

Die neuen Kometen

Chaos im Versandhaus (Teil 1)

Braune Brut

Rede von Slavoj Zizek

Der wahre Glaube ...

Der Besuch des weißen Vaters

Idole

Kein guter Stihl

Human Rights Deal

Windstiller Morgen

Von Kommas und Kröten

Lebensbaum

Schöner Sonntagmorgen

Weitere Texte sind hier zu finden:
Von A bis Z

Und warum "Worte gegen den Wind" gerade so heißt und nicht etwa "Wasser auf die Mühlen" oder "Sand ins Getriebe" steht hier:
Warum "Worte gegen den Wind"?

Hier bei Worte gegen den Wind:
Rede des slowenischen Philosophen und Gesellschaftsanalytikers Slavoj Zizek, die er am 9. Oktober vor den Demonstranten auf der New Yorker Liberty Plaza hielt (exklusiv hier in der
deutschen Übersetzung).

Besucherzähler
Zu diesem Besucherzähler gibt es hier eine kleine Geschichte.

 

Aktuelle Worte gegen den Wind:

(22.01.12) Mein vorletztes Wort zur Affäre Wulff:

Mit Verlaub, Herr Präsident, Sie sind ein Problemwulff!


(08.01.12) Sollte man Mitleid haben mit Christian Wulff?

Wenn einer sich als Amtsinhaber durch reiche Freunde und gute Beziehungen Vorteile verschafft, von denen Otto Normalverdiener nur träumen kann, obwohl ein Bundespräsident doch moralisches Vorbild sein sollte, dann muss man kein Mitleid haben. Erst recht nicht, wenn dann noch versucht wird, das Ganze unter den präsidialen Teppich zu kehren. Das bisschen Dreck am Stecken, was macht das schon?
Mitleid, nein! Mitgefühl mit dem ertappten Sünder, der sich, angesichts der Treibjagd auf ihn, um Amt und Würde redet, darf man haben. Sorgen um Christian Wulff muss man sich aber nicht machen: Egal, ob er zurücktritt oder ganz normal ausscheidet: Wulff bekommt auf jeden Fall lebenslänglich – das volle Amtsgehalt in Höhe von knappen 200.000 Euro jährlich als sogenannten Ehrensold. Das sollte genügen um Kreditzinsen zu zahlen und seinen Urlaub selbst zu finanzieren.

(03.01.2012)  Macht Wulff jetzt den Guttenberg? – Wird Thomas Gottschalk sein Nachfolger?

Den Köhler machen kann Christian Wulff nicht mehr: Zu viele Gründe gibt es inzwischen dafür, von seinem Amt als Bundespräsident zurückzutreten. Macht er jetzt stattdessen den Guttenberg? – Also herunterspielen, leugnen, nicht wahrhaben wollen und standhalten, bis es nicht mehr geht? Vieles spricht dafür, nicht nur die Gemeinsamkeit einer blonden, gutaussehenden und ebenfalls im Licht der Öffentlichkeit stehenden Ehefrau. – Vielleicht will Wulff aber auch einfach alles aussitzen, weitermachen und so tun, als wäre nichts gewesen? – Also den Kohl machen? Aber dazu fehlt ihm wohl nicht nur die Statur, sondern vermutlich auch das Format.

Oder fällt dem Noch-Bundespräsidenten eine neue Variante ein und er macht am Ende den Wulff?

Seine Glaubwürdigkeit ist jedenfalls dahin, der gute Ruf im Eimer, Ansehen und Amt des Bundespräsidenten angekratzt. – Wird es jetzt ähnlich schwer werden für diesen Posten einen Nachfolger zu finden wie für das Amt des Wetten-Dass-Moderators?

Apropos Thomas Gottschalk: Wäre er nicht ein geeigneter Kandidat für die Nachfolge Wulffs? – Gottschalk ist glaubwürdig, unterhaltsam und schlagfertig. Was er sagt, kann jeder verstehen und man hat ihm bislang noch jedes Fettnäpfchen verziehen, in das er aus Versehen oder Übermut getreten ist. Außerdem ist er Frank und frei und selber blond – und er hat bereits Rücktrittserfahrung. – Wäre doch eine Lösung.

Vielleicht sollte man aber die demnächst wieder offene Stelle des Bundespräsidenten einfach unbesetzt lassen, denn, wenn das Amt mehr dem Amtsinhaber dient, als umgekehrt, dann kann man – also ich jedenfalls könnte – darauf ebenso verzichten wie auf Bilder von teuren, repräsentativen Auslandsreisen, den Auftritt des Bundesweihnachtsmanns und das alljährliche Neujahrs-Blabla.

(06.06.2012) Die Wulff-Affäre als Chance zum Ausstieg: Ähnlich, aber viel grundsätzlicher auch als Verfassungsfrage sieht das eine Kolumne von Georg Diez bei Spiegel-Online.


(01.01.2012) Verfassungsschutz sponserte Naziterroristen

Einen entsprechenden Bericht der "Bild am Sonntag" vom 18.12.2011 soll der Thüringer Verfassungsschutz inzwischen bestätigt haben. Mehr zu diesem Thema steht weiter unten.


(27.12.2011) Er hat's geschafft: Guido Westerwelle wird 50

Lesen Sie zur Feier des Tages noch einmal meinen vorgezogenen Nachruf auf den FDP-Politiker: Deutschland braucht Westerwelle.


(25.12.2011) Neuer Komet am Weihnachtshimmel?

Gestern, Heiligabend, um 17:30 Uhr ist ein glühendes Objekt mit drei leuchtenden Streifen über den deutschen Nachthimmel gezogen. – Ist uns da ein neuer Weihnachtsstern aufgegangen? – Viele Augenzeugen haben ihn gesehen, gefilmt und gemeldet, vor allem in Thüringen. – Wurde uns dort ein neuer Führer geboren? Oder war es nur Adidas-Werbung für die Fußball EM 2012? –
Nein, die Erklärung ist viel einfacher: Es handelte sich um einen vatikanischen Satelliten, der pünktlich und kontrolliert mit flachem Eintrittswinkel zum Absturz gebracht wurde. Die drei Streifen stehen für die eilige Dreifaltigkeit. Na denn: Frohe Weihnachten!

Um eine weitere, ganz andere Art von himmlischen Flugkörpern geht es in meinem Gedicht "Die neuen Kometen".


(12.12.2011) Hinrichtungen mit Unterstützung aus Deutschland?

Den USA gehen die Giftspritzen aus. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, soll jetzt verhindert werden, dass sich die staatlichen Mörder weiterhin mit Nachschub aus der EU und Deutschland versorgen. – Zum Thema Todesstrafe möchte ich Ihnen außerdem mein Gedicht Freundliche Mörder ans Herz legen.


(09.12.2011) Oettinger will 40 neue Atomkraftwerke in Europa

Ein weiterer (Ex-) Ministerpräsident Baden-Württembergs hat sich danach gedrängt hier erwähnt zu werden. Der in Brüssel als EU-Kommissar für Energie zwischengelagerte Günther Oettinger befürwortet den Neubau von bis zu 40 Kernkraftwerken allein bis 2030. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, soll es dafür sogar EU-Subventionen geben. Ein entsprechendes Grundsatzpapier soll in der kommenden Woche in Brüssel vorgestellt werden.
Ich finde, man sollte Oettinger schleunigst stilllegen und an einem sicheren Ort endlagern.


(06.12.2011) Nach dem Rückblick auf den politischen Lothar Späth zum Nikolaustag ein paar Gedanken zum neuen Ministerpräsidenten Baden-Württembergs Winfried Kretschmann: Der gläubige Katholik und überzeugte Grüne (oder umgekehrt?) ist seit seiner Wahl als Ministerpräsident nicht nur Mitbesitzer von vier Atomkraftwerken (davon zwei aktive) sondern muss nun auch den Bau von Stuttgart 21 umsetzen und mitfinanzieren. Kretschmann, die schwäbische Version von Don Camillo und Peppone (in einer Person, allerdings mit mehr Kamille als Pep) muss nun verwalten, was er eigentlich verhindern wollte.
Wird er diesen schizophrenen Zustand aushalten, oder wird ihn der Spagat zwischen eigenem Anspruch und realpolitischer Aktenlage zerreißen? – Wir werden sehen.


(04.12.2011) Lothar Späth lobt Abstimmung zu Stuttgart 21

Wen wundert's, gilt doch der ehemalige Ministerpräsident und CDU-Landesvorsitzende Baden-Württembergs als einer der Hauptunterstützer von Stuttgart 21.

Hier ein paar Fakten zu Lothar Späth (nichts Neues, aber hätten Sie gewusst, dass ...

... er seit 2008 Vorsitzender des Kuratoriums der Denkmalstiftung Baden-Württemberg ist. (Der Stuttgarter Hauptbahnhof steht unter Denkmalschutz!).

... er seit 2007 dem Aufsichtsrat der Herrenknecht AG vorsitzt (ein weltweit tätiger, führender Hersteller von Tunnelbohrmaschinen).

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!


(04.12.2011) "Die Piraten sind keine System-Rebellen";

Zum Bundesparteitag der Piratenpartei gibt es ein interessantes Interview mit der Politologin, Bestseller-Autorin und zeitweiligen Empfängerin von Hartz-IV Katja Kullmann.


(29.11.2011) Guttenberg plant Comeback beim Karneval

Kein Scherz! Karl-Theodor hat im Frühjahr offenbar mein Gedicht "Guttidämmerung" gelesen, hat es sich zu Herzen genommen und hält sich jetzt daran. Danke!


(26.11.2011) Skandal um Abzocke bei Amazon weitet sich aus

Neue Vorwürfe zu den Geschäftspraktiken und Arbeitsbedingungen beim Internetversandhändler Amazon (siehe ganz unten).
Anmerkung des Autors: Beim Lesen des obigen Berichts frage ich mich allerdings, ob bei Amazon nur Duckmäuser arbeiten.
Wie man sich gegen menschenunwürdige Arbeitsbedingungen auch wehren kann, erfahren Sie in der folgenden Geschichte: Chaos im Versandhaus.


(16.11.2011) Zu den Neonazi-Verbrechen:
Da fragt man sich doch, wer seine V-Männer eigentlich wo eingeschleust hat: Der Verfassungsschutz seine Leute bei den Neonazis oder die Neonazis ihre beim Verfassungsschutz?
Und warum hat man – statt alles zu tun um begangene Morde aufzuklären und neue zu verhindern – die Öffentlichkeit und die Angehörigen der Opfer im Glauben gelassen, diese hätten vermutlich Kontakte zu kriminellen Organisationen gehabt und seien deswegen umgebracht worden? – Aus Unwissenheit oder Unfähigkeit? – Oder um davon abzulenken, dass man selbst in kriminelle Machenschaften verstrickt war?
Die Frage ist: Sind die Verfassungsschützer nur halb blind auf dem rechten Auge, oder wirft das Auge einen wohlwollenden Blick in diese Richtung. Schützen sie noch die Verfassung oder behüten sie stattdessen rechtsradikale Verfassungsbeschmutzer?
(17.11.2011) Zur mehr als fragwürdigen Rolle der V-Leute und den bisher gescheiterten Versuchen die NPD zu verbieten gibt es hier einen erhellenden Artikel.

(23.11.2011) Das Ausmaß der Gewalt von rechts zeigt eine Liste von Todesopfern rechtsextremer Gewalt in Deutschland. Seit der Wiedervereinigung sind es (je nach Definition) 47 (Stand 2009, mit eindeutig rechtsextremem Tatmotiv) bzw. 182 (Stand 2011: Fälle, bei denen die Täter Rechtsextremisten waren). Todesopfer linksextremer Gewalttaten seit 1990: 0. – Das soll linke Gewalttaten nicht verharmlosen, aber die Verharmlosung der rechten Gewalt verdeutlichen.


(14.11.2011) US-Landkreis ist pleite – und die Bayerische Landesbank steckt mit drin. Was aber hat die (noch) staatliche BayernLB in Alabama verloren? – Vermutlich das Geld, das dort in die Kanalisation fließt und hierzulande fehlt!


Griechische FlaggeGriechische FlaggeGriechische FlaggeGriechische Flagge Griechische Flagge
(
01.11.2011) Volksabstimmung in Griechenland
In Berlin, Paris und Brüssel sind die Regierenden erstaunt bis entsetzt: Griechenlands Ministerpräsident will sein eigenes Volk abstimmen lassen, ob es mit den Beschlüssen des jüngsten EU-Gipfels einverstanden ist und riskiert tatsächlich, dass das Volk nicht seiner Meinung ist – wo doch Merkel, Sarkozy und die Banken alles schon so schön beschlossen haben.
Na sowas! Da wagt jemand in Zeiten wie diesen ein bisschen mehr Demokratie. (Wer hat's erfunden?) – Mit Bertolt Brecht fragt man sich da, ob es nicht doch einfacher wäre, die Regierung löste das Volk auf und wählte ein anderes.

(3.11.2011) Alles wieder auf Anfang: Papandreou hat einen Rückzieher gemacht. – Nie sollst du es wagen, das Volk zu befragen!
Wenn das so weitergeht, brauchen wir bald nicht mehr wählen zu gehen. Dann werden die wichtigsten politischen Entscheidungen von der chinesischen Regierung gemeinsam mit europäischen Großbanken, amerikanischen Ratingagenturen und Börsenspekulanten gefällt – ob uns das gefällt oder nicht.

(19.01.2012) Welche Auswirkungen das Spardiktat der EU inzwischen für die griechische Wirtschaft und die Griechen hat, sehen Sie hier: Obdachlosigkeit trifft jetzt auch den Mittelstand.


(29.10.2011) Es hat wenig mit Literatur oder gar mit Poesie zu tun, dennoch möchte ich darauf hinweisen, was in unserer Gesellschaft inzwischen alles möglich ist. Dass zum Beispiel ein großes Privatunternehmen aus den USA auf Kosten der Allgemeinheit und mit freundlicher Unterstützung durch die deutsche Arbeits(losen)verwaltung Hartz-IV-Empfänger ausbeuten darf:
Ohne Lohn bei Amazon ...

Zu den Praktiken des Internet-Versandbuchhändlers hat auch "Report Mainz" vom SWR recherchiert. Hier geht's zum Ausschnitt der Sendung vom 1.11.11.

(19.11.2011) Öffentliche Berichterstattung und Proteste hatten Erfolg: Das Jobcenter Unna hat – zumindest vorläufig – die zweifelhafte Subventionierung des Internet-Versandhändlers Amazon eingestellt.


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