Worte gegen den Wind ... Die Seite mit kritischer Lyrik und Satire

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Cybersprung

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Das Ende

Das Wort zum Rosenmontag

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Der Besuch des weißen Vaters

Der Besucherzähler

Der wahre Glaube ...

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Deutschland braucht Westerwelle

Die deutsche Orgel

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Die Wort-Wende

Ein ganz normaler Abend ...

Eiszeit

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Glaube und Täuschung

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Grüße aus dem Hartz

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Klage 12773

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Morgen im März

Nach langem Marsch

Nachruf auf eine Legende

Rede von Slavoj Zizek

Regierende habens nicht leicht

Revolution international

Rotkäppchen reloaded

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Sarairgendjewo

Schengen? - Geschenkt!

Schöner Sonntagmorgen

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Tischgebet

Tschernobyl

Verkehrte (Um)welt

Von Kommas und Kröten

Vorschlag für neuen Eintrag ins deutsche Wörterbuch

Wackersdorf, Pfingsten '88

Wahlkrampf-Rap

Wahltag

Wahlversprechen kosten nichts

Warum führt die Lyrik so ein Schattendasein?

Warum "Worte gegen den Wind"

Was nicht im Lokalteil steht ...

Was wir sind

Wenn der Briefträger dreimal klingelt

Wer ist denn Sarrazin?

Wie Drögelmanns den Weltuntergang überlebten (Teil 1)

Wie Drögelmanns den Weltuntergang überlebten (Teil 2)

Wie Drögelmanns den Weltuntergang überlebten (Teil 3)

Wiedervereinigung nachgeholt

Windstiller Morgen am Ufer der Weichsel

Wortergreifung

Zorniges Poem

Zwei 11. September

Zwei kurze


Ein ganz normaler Abend
im Leben des alleinstehenden
Angestellten Z.
Z. ist jung
er sieht gut aus
sie sieht gut aus
sie sind gut drauf.
Sie haben auch ihre Probleme
aber sie lieben sich –
serienmäßig.
Erst tauschen sie Blicke
dann Komplimente aus
danach ihre Meinungen
und zum Schluss der Talkshow
die Gesichter.
Bei einer Schnittblumenauktion
in Amsterdam erschießt
ein Händler aus Eifersucht
seine Frau. – Ihr Name
wird aber weiterleben
als Zuchttulpe des Konkurrenten.
In China spielt man Schach
mit lebenden Figuren. –
Am Brettrand wird gleich
ein geschlagener Bauer geschlachtet
fachgerecht ausgeweidet
und anschließend seine Organe
frisch und noch dampfend
im World Wide Web versteigert.
Es folgt die Dokumentation
des bizarren Paarungsverhaltens
einer beinahe ausgestorbenen
afrikanischen Tierart. –
Als die Kamera die Biester
endlich vor der Linse hat
düdelt das Handy
eines sensationsgeilen Pygmäen
und vertreibt das Paar.
Premiere: Liveübertragung
vom Sterben eines Menschen. –
Als es aus ist
schalten sie die Apparate ab.
Das Piepsen hört auf.
Z. zappt.
Er ist jung
sie sieht gut aus.
Allabendlich um Acht
verliest die blonde Frau
das Testament der Tagesschau.
Als die Männer
in den Schutzanzügen
von ihrem Ausflug zurückkehren
sagt einer von ihnen
der Mars sei wüst und leer
und dass sie Sehnsucht hätten
nach der Erde.
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