Worte gegen den Wind ... Die Seite mit kritischer Lyrik und Satire

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Windstiller Morgen am Ufer der Weichsel

Wortergreifung

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Zwei 11. September

Zwei kurze


Siegfried Schüller

Deutschland braucht Westerwelle! * 
Ärzte brauchen Patienten
Geschäftsleute brauchen Kunden
Arbeitgeber brauchen Arbeitmacher
Metzger brauchen Schlachtvieh
Politiker Stimmvieh -
Deutschland braucht Westerwelle!
und seine Freie Deutsche Profitgier:
Hier hetzt der Chef noch selbst! -
Die Konkurrenz hält
ihre Wadlbeißer an der Leine
und grinst sich eins:
Die Hetze gegen ein paar Millionen
lenkt so schön ab
von den verschenkten
und verzockten Milliarden.
Deutschland braucht Westerwelle!
und Demagogen brauchen Sündenböcke -
sie leben von ihren Schuldigen:
Die Ausländer sind schuld
der Islam ist schuld (die Juden
waren schon mal schuld)
die Alten sind schuld
die Jungen sind schuld
die Kranken sind schuld
die Arbeitslosen sind schuld.
Aber Ausbeutung braucht Armut -
und die Armen sind selbst schuld.
Hey, ihr Westerwelles:
Seht das doch nicht so verbissen!
Entspannt euch mal, werft einen Blick
über den Tellerrand zum Horizont.
Seht ihr die Berge der Schweiz?
Macht sie auf, die Schiebetür!
Spürt ihr den Gegenwind?
Vergesst einen Moment
eure Umfragewerte!
Denkt an menschliche Werte!
Lasst euch doch einfach mal fallen! -
Nehmt euch zum Beispiel ein Beispiel
an Möllemann.
Deutschland braucht Westerwelle!
so dringend wie mein Auto
einen Ersatzreifen mit Loch.

Hier gibt's das Gedicht als PDF  


* Dieses Gedicht war meine Antwort auf  Guido Westerwelles Hetzkampagne gegen
Hartz-IV-Empfänger.  Eröffnet hatte er sie im Februar 2010 mit einem Beitrag für die
Zeitung "Die Welt", in dem er sich über die "spätrömische Dekadenz" der Ärmsten in
unserer Gesellschaft Sorgen machte. Die ohnmächtige Wut über Westerwelle und
Konsorten war übrigens der Auslöser für meine Website "Worte gegen den Wind" –
als Ventil sozusagen, und weil ich der spätkapitalistischen Ignoranz der Neoliberalen
aus der FDP etwas entgegensetzen wollte. – Wie viele andere auch.
Selbst Kabarettisten ist damals auf der Bühne die Spottlust vergangen, zum Beispiel
Fonsi alias Christian Springer. – Also wirklich: Hut (bzw. Schirmmütze) ab, Fonsi! 

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